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Ford baut 5000 Stellen in Deutschland ab

Saarlouis  

Ford baut 5000 Stellen in Deutschland ab

15.03.2019, 17:14 Uhr | dpa

Ford baut 5000 Stellen in Deutschland ab. Ford-Logo

Das Logo von Ford ist an einer Produktionshalle für den Fiesta zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv (Quelle: dpa)

Der US-Autobauer Ford will 5000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen, unter anderem in Saarlouis. Die genaue Zahl für den saarländischen Standort stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Den Mitarbeitern seien am Freitag Abfindungs- und Altersteilzeitprogramme angeboten worden. "Wir müssen schauen, wie die Programme angenommen werden", sagte die Sprecherin.

Ford hat in Deutschland rund 24 000 Mitarbeiter - 6000 in Saarlouis, knapp 18 000 in Köln und 200 in Aachen. Das ist die Stammbelegschaft - hinzu kommen noch die Leiharbeiter, deren Zahl unklar ist. Die angekündigten Stellenstreichungen betreffen sowohl die Stammbelegschaft als auch die Leiharbeiter. Allerdings hat Ford schon vor dem Sanierungsprogramm viele Leiharbeitsstellen gestrichen, daher dürfte ihr Anteil an den jetzigen Kürzungen nicht mehr sehr hoch sein.

Wie sich die Sparmaßnahmen auf die unterschiedlichen Standorte aufteilen, ist noch unklar - das hängt davon ab, wie viele Mitarbeiter die Angebote annehmen und die Firma freiwillig verlassen. Der Unternehmenssprecher verwies auf das im Januar eingeleitete Sanierungsprogramm und betonte dessen Ziel, "in Europa schnellstmöglich wieder zu einem profitablen Geschäft zurückzukehren".

Rund 500 Millionen US-Dollar (441,5 Mio Euro) sollen eingespart werden - so steht es in einem Schreiben der Geschäftsführung an die Mitarbeiter. Man wolle betriebsbedingte Kündigungen vermeiden, heißt es. Beschäftigte bis 49 Jahren sollen eine Abfindung erhalten, bei Mitarbeitern über 50 Jahren soll es Frühverrentungen geben.

Ford hat in Europa seit langem einen schweren Stand - die Kosten sind relativ hoch, der Verkauf läuft mäßig. 2018 hatte der Autobauer in Europa einen operativen Verlust (Ebit) von rund 400 Millionen Dollar eingefahren. Zudem sank die Zahl der Ford-Fahrzeuge, die in Europa in den Handel kamen, um rund drei Prozent auf 1,533 Millionen.

Arbeitnehmervertreter sehen die Schuld für die Situation beim Management. So warf Europa-Betriebsratschef Martin Hennig der Chefetage strukturelle Fehler vor. Zudem sei es unfair, dass Ford Europa mehr Geld zahlen müsse an Zulieferer als Ford in den USA.

Autoexperten waren nicht überrascht über die harten Einschnitte. "Das war zu erwarten", sagte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Er äußerte Zweifel, ob der Stellenabbau die erhoffte Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen werde. "Es kann sein, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist." Möglich sei auch, dass sich der US-Konzern ganz aus Europa zurückzieht und sein Europageschäft zum Verkauf stellt. Allerdings bewertet Dudenhöffer dies als schwierig, weil dann - im Gegensatz zu Opel - keine Markenrechte zum Verkauf stünden, also an der Marke Ford.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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