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Prozess wegen Psychoterror gegen Linksaktivisten

Fulda  

Prozess wegen Psychoterror gegen Linksaktivisten

17.03.2019, 09:31 Uhr | dpa

Prozess wegen Psychoterror gegen Linksaktivisten. Andreas Goerke

Andreas Goerke, Vorsitzender des Bündnisses "Fulda stellt sich quer". Foto: Jörn Perske/Archiv (Quelle: dpa)

Wegen Psychoterrors gegen den Fuldaer Linksaktivisten Andreas Goerke steht ein Mann von diesem Donnerstag (21.3.) an vor dem Amtsgericht Fulda. Angeklagt ist ein 36-Jähriger aus dem osthessischen Künzell wegen Missbrauchs von Notrufen und falscher Verdächtigung.

Das Opfer des Psychoterrors, der politisch links orientierte Menschenrechtsaktivist und Gewerkschafter Andreas Goerke, ist Sprecher des Bündnisses "Fulda stellt sich quer" - ein Verein, der gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus kämpft. Der Angeklagte ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Jungen Alternative (JA) Hessen, der Nachwuchsorganisation der AfD. Der Staatsanwaltschaft zufolge sollen ihm die politischen Aktivitäten Goerkes missfallen haben. Laut Staatsanwaltschaft bestreitet er die Vorwürfe.

Der Angeklagte soll am 11. Februar 2017 von einer Telefonzelle in Fulda die Polizei angerufen und unter dem Namen Goerkes behauptet haben, er habe gerade seine Frau erschossen. Die Folge war ein großer Polizeieinsatz, bis sich herausstellte, dass der Vorfall erfunden war. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte erreichen, dass die Polizei Goerke zeitweise unter Mordverdacht stellt.

Bereits zuvor hatte sich Goerke massivem Psychoterror ausgesetzt gesehen. Er erhielt nach eigenen Angaben eine Flut von Postsendungen, darunter Mitgliedswerbung der NPD, Pakete mit Büchern, Katalogen und Pornohefte. Acht Mal wurde nicht von ihm bestellte Pizza geliefert. Einmal rückte die Feuerwehr an, weil es bei ihm angeblich brannte. Am 16. Februar 2017 lag eine anonyme Morddrohung gegen seinen damals 17-jährigen Sohn im Briefkasten. Goerke machte die Vorfälle damals öffentlich. Ob der Angeklagte aber auch für diese Vorfälle verantwortlich ist, ist unklar.

Im Januar 2017 hatte der Verein "Fulda stellt sich quer" zum Protest gegen eine Veranstaltung des AfD-Kreisverbandes Fulda mit Björn Höcke (Thüringen) aus dem rechtsnationalen Flügel aufgerufen. Die AfD hatte die Veranstaltung daraufhin abgesagt.

Ein Sprachgutachten soll nun vor Gericht klären helfen, den Anrufer vom 11. Februar 2017 zu identifizieren. Vor Gericht sollen 13 Zeugen aussagen, darunter auch AfD-Mitglieder, die den Angeklagten kennen. Mit einem Urteil wird nach derzeitigem Stand am 28. März gerechnet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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