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Ministerin: Klebriger Boden und gläserne Decke für Frauen

Schwerin  

Ministerin: Klebriger Boden und gläserne Decke für Frauen

18.03.2019, 16:31 Uhr | dpa

Ministerin: Klebriger Boden und gläserne Decke für Frauen. "Equal Pay Day"-Broschüren

Infomaterial zum sogenannten "Equal Pay Day". Foto: Axel Heimken/Archiv (Quelle: dpa)

Frauen verdienen auch in Mecklenburg-Vorpommern deutlich weniger Geld als Männer. Ihr durchschnittlicher Jahresbruttoverdienst betrug 2017 laut Statistischem Landesamt 28 452 Euro. Die Männer kamen demnach im Schnitt auf 33 876 Euro. Damit lagen die Frauen beim Verdienst 16 Prozent zurück.

Ein Grund ist, dass sie wesentlich häufiger in Teilzeit arbeiten - oft aus Rücksicht auf die Familie. Während 42,1 Prozent der Frauen im Jahr 2017 Teilzeitstellen hatten, war dies nur bei 9,2 Prozent der Männer der Fall. Von ihnen arbeiteten 83,1 Prozent voll - aber nur 49,3 Prozent der Frauen. Bei der geringfügigen Beschäftigung herrschte indes beinahe Geschlechtergerechtigkeit mit 7,7 Prozent der Männer und 8,6 Prozent der Frauen.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) kritisierte am Montag, dem Equal Pay Day (Tag für gleiche Bezahlung): "Frauen bleiben stecken - am klebrigen Boden in schlecht bezahlen Jobs oder schaffen nicht den Karrieresprung und bleiben unter der gläsernen Decke." Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi forderte deshalb ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit für alle, unabhängig von der Betriebsgröße.

Drese bekräftigte in Waren an der Müritz bei einer Veranstaltung zum Equal Pay Day ihren Wunsch, mehr Paare im Land mögen eine echte Partnerschaft bei der Sorge- und Betreuungsarbeit leben. "Noch zu viele Männer in Mecklenburg-Vorpommern scheuen die Elternzeit", sagte sie. "Dabei hätte dies viele positive Auswirkungen auf das Familienleben und die Lohnabsicherung sowie -entwicklung ihrer Partnerin." Außerdem müssten Sozialberufe, in denen Frauen häufig tätig sind, besser bezahlt werden.

Bundesweit beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen 21 Prozent - woran sich seit Jahren nichts geändert hat. Der Equal Pay Day soll den Tag im Jahr markieren, bis zu dem die Frauen quasi umsonst arbeiten, während die Männer vom 1. Januar an Geld verdienen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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