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Asylbewerber wegen Angriffs auf Christen verurteilt

Langenfeld (Rheinland)  

Asylbewerber wegen Angriffs auf Christen verurteilt

19.03.2019, 12:44 Uhr | dpa

Asylbewerber wegen Angriffs auf Christen verurteilt. Richterhammer aus Holz

Auf einer Richterbank liegt ein hölzerner Richterhammer. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

Wegen des Angriffs auf einen zum Christentum konvertierten Iraner ist ein irakischer Asylbewerber zu drei Jahren und zehn Monaten Gesamtstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Düsseldorf sprach den 31-Jährigen am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig.

"Jeder Moslem, der dich tötet, kommt ins Paradies", habe der Iraker gerufen und dem Opfer eine Kette mit Kreuz-Anhänger vom Hals gerissen und ins Klo geworfen, schilderte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung die Tat. Der Angriff sei erfolgt, als der Iraner von einem Kirchenbesuch in seine Unterkunft heimkehrte.

Neben dem religiösen Motiv hätten auch Nichtigkeiten beim Zusammenleben der beiden Männer in der Unterkunft in Langenfeld bei Düsseldorf eine große Rolle gespielt. So soll das spätere Opfer eine Unterhose des Irakers in den Müll geworfen haben.

Der habe den Iraner mit einem Messer attackiert, gewürgt und dann eine Tasse gegen den Kopf des Opfers geschlagen. Diese sei zerschellt und habe dem Iraner eine lebensgefährliche Schnittwunde an der Schläfe zugefügt. Er habe durch eine Notoperation gerettet werden müssen.

Der Verteidiger hatte vergeblich einen Freispruch beantragt und kündigte Revision an. Das angebliche Opfer habe seinen Mandanten mit einer Klobürste angegriffen, der habe sich nur gewehrt. Es sei Notwehr gewesen und nicht um Religion gegangen. Dies habe der nur erfunden, um sich Vorteile in seinem Asylverfahren zu verschaffen.

"Das sind alles Lügen. Ich bin das Opfer", hatte der Iraker gesagt. Er sei Opfer einer Verschwörung geworden. Das Geschehen hatte sich im Juli 2017 in einer kommunalen Unterkunft abgespielt. Danach war der Iraker wegen des Angriffs auf eine Frau aufgefallen und zwischenzeitlich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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