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Spargelstecher in den Startlöchern: "Es sieht gut aus"

Ober-Flörsheim  

Spargelstecher in den Startlöchern: "Es sieht gut aus"

20.03.2019, 06:02 Uhr | dpa

Spargelstecher in den Startlöchern: "Es sieht gut aus". Spargel liegt auf dem Mainzer Wochenmarkt

Spargel aus der Region liegt auf dem Mainzer Wochenmarkt auf einem Verkaufstisch. Foto: Andreas Arnold/Archiv (Quelle: dpa)

Sturm und Kälte haben den Beginn der Spargelernte noch etwas ausgebremst, aber in der kommenden Woche könnte es nun richtig losgehen. "Die Betriebe in Rheinhessen und der Pfalz sind sehr optimistisch, dass die Ernte Mitte bis Ende der kommenden Woche beginnen kann", sagt Andreas Köhr vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Bislang gab es nur vereinzelt Betriebe, die bereits den ersten Spargel stechen konnten. Gefeiert wird der traditionelle Spargelstich in der Pfalz in diesem Jahr am 8. April.

Auch die Erzeugergemeinschaft Pfalzmarkt rechnet mit den ersten größeren Lieferungen in der nächsten Woche. "Es sieht gut aus", sagt eine Sprecherin. Mit dem Spargel beginnt auch die Gemüsesaison in diesem Jahr. Ihm folgen bald die ersten Radieschen, Zwiebeln und Salate.

Zweimal allerdings wurden die Spargelbauern zuletzt vom Wetter ausgebremst. Erst zerrissen die Böen des Sturmtiefs "Eberhard" die über die Spargeldämme gespannten Folien. Dann verzögerten die jüngsten Nächte mit Temperaturen um den Gefrierpunkt den Entwicklungsprozess der Spargelpflanzen. Der Folienanbau sei inzwischen Standard, erklärt Köhr. Auf diese Weise könne die Ernte besser gesteuert und eine möglichst kontinuierliche Beschickung des Marktes erreicht werden. Wer möglichst früh ernten will, setzt die Anlage in einen Minitunnel mit zwei- oder dreifacher Folienabdeckung.

"Die Tunnel wurden von dem starken Wind in Mitleidenschaft gezogen, das hat enorme Schäden verursacht und wirft uns auch zurück", sagt der Gemüsebauer Berthold Clemens in Ober-Flörsheim. In seinem Betrieb werde es daher wohl erst Anfang April mit der Spargelernte losgehen.

Wie die Ernte in diesem Jahr ausfallen wird, kann noch niemand sagen. Im vergangenen Jahr gab es einen Ertrag von 7600 Tonnen Spargel in Rheinland-Pfalz, deutlich über dem langfristigen Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2017 mit 6400 Tonnen. Der Anteil von grünem Spargel liegt nach Angaben des Bauernverbands im einstelligen Prozentbereich, aber mit steigender Tendenz.

Bundesweit liegt die Spargelproduktion in Rheinland-Pfalz bei einer Anbaufläche von 1200 Hektar auf dem siebten Platz. Hauptanbauländer sind Niedersachsen, Brandenburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Im vergangenen Jahr habe die große Menge auf den Preis gedrückt, sagt der rheinhessische Landwirt Clemens, der knapp 20 Hektar mit Spargel angebaut hat. Er erwarte, dass die Gesamtmenge in diesem Jahr geringer ausfallen werde, da mehrere Betriebe die angebaute Fläche verkleinert hätten.

Für die Ernte werden vor allem Saisonarbeiter aus Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern beschäftigt. Unterstützt wird dies von der Entscheidung der Bundesregierung im vergangenen Jahr, dass Saisonarbeiter auch weiterhin bis zu 70 Tage lang ohne Sozialabgaben beschäftigt werden können. Beim Spargelbauer Clemens sind etwa 25 Erntehelfer beschäftigt. Ein Problem sieht er darin, dass diese auch nach der Ernte eine Beschäftigung suchten, es dafür aber nicht genug Perspektiven gebe.

Für viele Landwirte ist der Spargelanbau auch deswegen attraktiv, weil er ähnlich wie Wein und Erdbeeren auch in der Direktvermarktung gut funktioniert. Zwar ist im Lebensmitteleinzelhandel der Preisdruck für Spargel aus Südeuropa oder Lateinamerika groß. Bei den Verbrauchern gebe es aber ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Qualität von Spargel aus regionaler Produktion, sagt Köhr. Und wie sieht es aus mit dem Spargel-Festessen zu Ostern? "Da werden wir auf jeden Fall genug Spargel haben."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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