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Prost zu Purim: Jüdische Landesgemeinde feiert

Erfurt  

Prost zu Purim: Jüdische Landesgemeinde feiert

20.03.2019, 06:31 Uhr | dpa

Prost zu Purim: Jüdische Landesgemeinde feiert. Ein Chanukka-Leuchter steht vor dem Rathaus

Ein Chanukka-Leuchter steht vor dem Rathaus. Foto: Martin Schutt/Archiv (Quelle: dpa)

Es gilt als eines der fröhlichsten Feste des Judentums: Von Mittwoch bis Donnerstag feiern auch die Mitglieder der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen wieder Purim. Eine große Feier zum oft als "jüdischen Karneval" bezeichneten Fest hat die etwa 700 Mitglieder zählende Landesgemeinde aber erst für Sonntag geplant. Hintergrund ist eine Jahrhunderte alte Geschichte, die auch bei den Purim-Gottesdiensten Thema ist, wie Landesrabbiner Alexander Nachama erklärt. Dabei gehe es um die Rettung der persischen Juden vor staatlicher Verfolgung.

Der Jude Mordechai weigerte sich, sich vor Haman, dem höchsten Regierungsbeamten des persischen Königs, zu verbeugen. Daraufhin sollten alle Juden bestraft werden. "Das Verhalten eines Einzelnen wird also auf alle angewandt - ein Motiv, das die Juden immer wieder erleben mussten", sagte Nachama. Mordechai bat seine Verwandte Esther, die Frau des persischen Königs, um Hilfe - die Königin hatte bis dahin ihre jüdische Identität versteckt. Sie schaffte es, dass die Juden sich gegen ihre Widersacher wehren konnten.

"Viele verkleiden sich an Purim, denn die Geschichte eignet sich, um nachgespielt zu werden", erklärt Nachama. Besonders königlich anmutende Gewänder seien beliebt. "Aber auch andere Kostüme werden getragen. Denn in der Geschichte geht es auch darum, sich versteckt zu halten und seine wahre Identität nicht zu offenbaren." Auch Gott werde in der Esther-Geschichte nicht erwähnt, weshalb davon ausgegangen werde, dass er darin im Verborgenen handelte.

Typisches Essen zu Purim sind Hamantaschen. Das Gebäck wird häufig mit Mohn oder Marmelade gefüllt. Dieses habe eine lange Tradition und soll an die eckigen Ohren erinnern, die Haman gehabt haben soll. Zu Purim dürfe auch mehr getrunken werden als sonst. "Aber im Judentum ist man für seine Taten verantwortlich, auch wenn man getrunken hat. Deshalb ist die Idee eher, dass man statt einem auch einmal zwei Gläser Wein trinken darf."

Der Gedanke dahinter sei wohl, dass im beschwipsten Zustand nicht mehr zwischen Mordechai und Haman zu unterscheiden sei. Es gehe darum, zu erkennen, dass es in der Geschichte keinen eindeutig Bösen und keinen eindeutig Guten gebe, wie Nachama erklärt. "König Haman ist in der Geschichte zunächst sehr machohaft, rettet dann aber doch seine Königin. Es ist eben nicht alles schwarz und weiß."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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