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Backhaus: Klimawandel setzt Wäldern zu - Wald dennoch gesund

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Backhaus: Klimawandel setzt Wäldern zu - Wald dennoch gesund

21.03.2019, 00:42 Uhr | dpa

Backhaus: Klimawandel setzt Wäldern zu - Wald dennoch gesund. Baumkronen eines Waldes

In unterschiedlichen Farben leuchten die Baumkronen eines Waldes (Luftaufnahme mit einer Drohne). Foto: Patrick Pleul/Archiv (Quelle: dpa)

Die Klimaveränderungen setzen den Wäldern im Nordosten spürbar zu. "Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, dass eine der größten Gefahren für unsere Wälder der Klimawandel und besonders die damit einhergehenden Witterungsextreme wie Stürme, Dürre und Überflutungen sind", sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) am Donnerstag im Forstamt Billenhagen östlich von Rostock, wo er den aktuellen Waldzustandsbericht vorstellte. So war der Sommer 2017 vielfach zu feucht, der Sommer 2018 zu heiß und zu trocken. Es werde in kommenden Jahren zu weiteren Schäden kommen, da erfahrungsgemäß viele Baumarten erst zeitverzögert auf Witterungsextreme reagierten.

Dennoch verfüge MV nach Brandenburg über die gesündesten Wälder in Deutschland, betonte der Minister. Insgesamt gebe es 558 000 Hektar Wald. Es zeige sich, wie wichtig es ist, dass das Land seit 1998 daran arbeite, die Wälder klimastabil umzubauen. Der Anteil von Laubbäumen und Mischwäldern werde ausgebaut. Grundlage des Berichts ist die über Jahre währende intensive Beobachtung von landesweit 2500 Bäumen. Obwohl dies vergleichsweise wenige Bäume sind, könne doch der statistisch gute Zustand des Waldes auch in der Realität abgelesen werden, sagte der Vorstand des Landesforsts, Manfred Baum.

Laut Backhaus hat sich im Vergleich zu 2017 die Gesundheit der Altbestände im Schnitt um ein bis zwei Prozent verschlechtert. Dies seien Auswirkungen der "Stressjahre" 2017/18. Gravierende Ausfälle gebe es allerdings bei den Jungpflanzen. Es sei davon auszugehen, dass die Hälfte aller Jungbäume durch die Trockenheit abgestorben sind. "Es muss nachgepflanzt werden."

Bei den verschiedenen Baumarten zeige sich ein differenziertes Bild. "Die Eiche macht uns Sorgen." Sie sei nicht so stabil wie zunächst vermutet. Bei Erle, Birke oder Esche sei eine Verschlechterung der Belaubung zu beobachten. Gleichzeitig sei die sogenannte Rußrindenkrankheit in MV kein Problem. Der Pilz bedrohe nur Ahorn-Bäume, die nur vereinzelt in den Wäldern des Landes wachse.

Nicht vergessen werden dürfe, dass es viele Bäume gebe, die bei Stürmen oder auch durch Schneebruch zu Ostern 2018 zu Schaden kommen. "Wenn hier 600 000 oder 700 000 Festmeter fallen, dann drückt das auf die Preise." Gleichzeitig verbreite sich der Borkenkäfer immens. "Auch damit werden die Bestände sehr stark dezimiert", sagte Backhaus. 300 000 Festmeter müssten deswegen eingeschlagen werden.

Backhaus erinnerte an die 88 Waldbrände im Sommer 2018. Dabei gingen 31 Hektar Wald verloren, so viel war es zuletzt in den 1990er Jahren. MV gehöre wegen der vielfach noch vorhandenen Monokulturen zu den am stärksten gefährdeten Gebieten Deutschlands. "Ich habe gesehen, in welch desolatem Zustand unsere Feuerwehren sind", sagte er im Rückblick auf das Jahr 2018. Im Rahmen der Waldbrandvorsorge werde nun in einem Pilotprojekt ein jeweils ein Kilometer breiter Grünstreifen und gleichzeitig Mischwälder um zwei Dörfer bei Lübtheen, Lübbendorf und Belsch angelegt.

Am Donnerstagvormittag pflanzte Backhaus gemeinsam mit rund 30 Schülern der Grundschule "Marlower Loris" Ulmen. Anlass war der Weltwaldtag. Daran war auch ein örtlicher Hersteller von Schulmöbeln mit weltweitem Vertrieb beteiligt. "Wir haben heute für die Zukunft unserer Wälder und der Natur Hand angelegt."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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