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Opel-Vertrauensleute machen Front gegen Segula

Rüsselsheim am Main  

Opel-Vertrauensleute machen Front gegen Segula

21.03.2019, 17:25 Uhr | dpa

Opel-Vertrauensleute machen Front gegen Segula. Fahnen mit dem Opel-Logo

Fahnen mit dem Opel-Logo. Foto: Andreas Arnold/Archiv (Quelle: dpa)

Dem Automobil-Dienstleister Segula schlägt aus den Reihen der Opel-Belegschaft weiterhin tiefes Misstrauen entgegen. Dass die Franzosen ihr Konzept eines "Engineering-Campus" unverändert weiter verfolgten, habe unter den IG-Metall-Vertrauensleuten Unverständnis und Fassungslosigkeit ausgelöst, berichteten am Donnerstag Teilnehmer einer Versammlung am Opel-Stammsitz Rüsselsheim. Am Vortag hatten Unternehmen und Betriebsrat vereinbart, dass den Mitarbeitern des Opel-Entwicklungszentrums Abfindungen angeboten werden sollen, statt sie sofort an Segula abzugeben.

Ursprünglich sollten 2000 Opelaner zu dem Dienstleister wechseln, der bis zum Sommer auch Gebäude und Einrichtungen im Opel-Werk sowie im Testzentrum Rodgau-Dudenhofen übernehmen will. Nach dem Abfindungskompromiss ist unklar, wieviele Leute tatsächlich wechseln. Segulas Deutschland-Chef Martin Lange hatte auf das große Interesse externer Kunden an Automotive-Dienstleistungen verwiesen. Man wolle weiterhin 2000 Mitarbeitern eine langfristige Perspektive bieten und benötige eine kompetente Mannschaft, die sich mit der zu übernehmenden Infrastruktur auskenne. Lange kündigte auch Neueinstellungen an.

Offenbar hatten die Gewerkschafter erwartet, dass die Vereinbarung das Ende der Segula-Pläne bei Opel bedeuten würde. Sie hatten schon zuvor an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells gezweifelt, das nicht mit konkreten Projekten oder Kunden hinterlegt worden sei. Es beruhe auf dem Prinzip Hoffnung. "Die erzielte Einigung wird der Einstieg in den Ausstieg dieser Dienstleistungsbutze sein. Der 'Engineering-Campus' wird nicht kommen", heißt es wörtlich in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution der Vertrauensleute.

Auf Segula habe in der deutschen Automobilbranche niemand gewartet, schrieben die Vertrauensleute unter der Überschrift "Segula-Go home!". Wenn die Firmenvertreter weiterhin an ihrem "unseriösen Konzept" festhielten, sei klar, dass sie das Schicksal der Menschen nicht interessiere. Zudem liege bis heute kein verhandlungsfähiges Angebot zu einem Tarifvertrag bei dem Unternehmen vor.

Segula ist nach eigenen Angaben ein weltweit tätiger Engineering-Konzern mit 12 000 Mitarbeitern. Das Unternehmen arbeitet unter anderem eng mit der neuen Opel-Konzernmutter PSA zusammen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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