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Leben retten mit Kamera und Sensoren: Pilotprojekt

Hamburg  

Leben retten mit Kamera und Sensoren: Pilotprojekt

22.03.2019, 14:22 Uhr | dpa

Leben retten mit Kamera und Sensoren: Pilotprojekt. Andy Grothe (SPD) sitzt in einem LKW

Andy Grothe (SPD), Innensenator Hamburgs. Foto: Markus Scholz (Quelle: dpa)

Immer wieder kommt es mit abbiegenden Lastwagen zu tödlichen Radfahrerunfällen - Hamburg will nun mit einem Pilotprojekt gegensteuern. Insgesamt 18 Fahrzeuge der Hamburger Behörden wurden für den Test mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet, wie Innensenator Andy Grote (SPD) und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Freitag bekanntgaben.

Der Test soll sechs Monate laufen, ab 2020 will Hamburg dann seine mehr als 2200 Fahrzeuge über 3,5 Tonnen mit dem System ausstatten. Der Senat erhofft sich von dem Pilotprojekt eine Initialwirkung, die auch die Privatwirtschaft dazu bringt, möglichst viele Lastwagen umzurüsten.

Grote erklärte: "Wir müssen bei der Ausrüstung von Fahrzeugen mit Abbiegeassistenten endlich vorankommen und können nicht noch Jahre warten, bis auf EU-Ebene eine verpflichtende Einführung geregelt wird." Westhagemann sagte: "Wir wollen die schwächeren Verkehrsteilnehmer mit diesem Projekt besser schützen."

Getestet werden drei Systeme, darunter auch das der Hamburger Firma Luis Technologie. Das Unternehmen hatte am Vortag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die erste Allgemeine Betriebserlaubnis für ein solches System erhalten. Alle Abbiegeassistenten funktionieren mit Kameras und teilweise auch mit Sensoren. So wird der Fahrer beim Rechtsabbiegen gewarnt, wenn ein Radfahrer neben ihm auftaucht. Matthias Feistel von Luis betonte, sein System erkenne durch eine hochliegende Kamera auch Radfahrer in der zweiten Reihe, also etwa auf dem Radweg.

Am Dienstag war in der Hansestadt erneut ein Radfahrer von einem rechts abbiegenden Lastwagen überrollt und getötet worden. Im vergangenen Jahr waren in Hamburg zwei Radfahrer ums Leben gekommen, darunter eine 33 Jahre alte Mutter zweier Kinder, die von einem rechtsabbiegenden Lastwagen erfasst wurde.

Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dorothee Martin, sagte, der jüngste Unfall in Hamburg habe einmal mehr "auf tragische Weise" bewiesen, wie schwerwiegend Lkw-Abbiegeunfälle seien. Rund 60 Prozent solcher Unfälle können durch Abbiegeassistenzsysteme vermieden werden.

Dirk Lau von Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Hamburg begrüßte das Pilotprojekt. Es sei ein längst überfälliger Schritt. Jedes technische Mittel sei gut, wenn es helfe, die Gefahr durch abbiegende Lkw zu verringern. Er betonte, es müsse aber auch eine sicherere Infrastruktur für Radfahrer aufgebaut werden. Martin Bill, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, sprach von einer wichtigen technischen Einrichtung, "um die oftmals tragischen Unfälle mit abbiegenden Lkw zu vermeiden."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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