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Polizeikosten: Bremer Bürgermeister attackiert die DFL

Bremen  

Polizeikosten: Bremer Bürgermeister attackiert die DFL

23.03.2019, 09:16 Uhr | dpa

Polizeikosten: Bremer Bürgermeister attackiert die DFL. Bürgermeister Sieling

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Foto: Carmen Jaspersen/Archiv (Quelle: dpa)

Drei Tage vor der Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts über die Polizeikosten bei sogenannten Risikospielen in der Fußball-Bundesliga hat der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling die Deutsche Fußball Liga massiv kritisiert. In einem Interview der "Rheinischen Post" warf der SPD-Politiker der DFL vor, "dass nur ans Geld gedacht wird und man seine Schäfchen ins Trockene bringen will". Tatsächlich habe der Profifußball genug Geld, um sich an den Sicherheitskosten zu beteiligen. "Die DFL will nicht wahrhaben, dass es hier um wenige Risikospiele geht, die aber eine besondere Herausforderung für die Sicherheitsbehörden darstellen und enorme zusätzliche Kosten für die Steuerzahler verursachen."

Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen dem Land Bremen und dem Dachverband der deutschen Proficlubs, der am Dienstag vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig fortgesetzt wird. Das kleinste deutsche Bundesland möchte erreichen, dass sich der Profifußball an den Kosten beteiligt, die jedes Mal entstehen, wenn bei besonders brisanten Spielen wie Werder Bremen gegen den Hamburger SV mehr Polizisten eingesetzt werden müssen als sonst üblich. Deshalb schickt das Land der DFL seit 2015 regelmäßig entsprechende Gebührenbescheide, die nach den Hochrisikospielen anfallen.

Die DFL klagte dagegen vor dem Verwaltungsgericht Bremen und bekam in erster Instanz Recht. Das Oberverwaltungsgericht erklärte die Gebührenforderungen des Bundeslandes in einer Berufungsverhandlung im Februar 2018 jedoch für rechtens. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wird am kommenden Freitag erwartet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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