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Rechtsextremen-Treffs in Hildburghausen im Aufwind

Erfurt  

Rechtsextremen-Treffs in Hildburghausen im Aufwind

23.03.2019, 12:27 Uhr | dpa

Rechtsextremen-Treffs in Hildburghausen im Aufwind. Anhänger der rechten Szene treffen sich

Anhänger der rechten Szene treffen sich zu einem Neonazi-Konzert. Foto: Steffen Ittig/Archiv (Quelle: dpa)

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Menschen rechtsextreme Veranstaltungen im Kreis Hildburghausen besucht. Das geht aus einer Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Katharina König-Preuss hervor. "Die Region um Hildburghausen und Kloster Veßra wird zunehmend zu einem Hotspot für Neonazis aus ganz Europa", sagte König-Preuss am Samstag.

Informationen des Innenministeriums zufolge nahmen von 2015 bis 2017 rund 18 000 Menschen im Landkreis Hildburghausen an rechtsextremistischen Aktivitäten teil. Die Zahl stieg dabei von Jahr zu Jahr: 2015 waren es rund 3400 Menschen, 2017 rund 9400. Innerhalb der drei Jahre fanden demnach 85 Veranstaltungen, Konzerte und Aktivitäten der extremen Rechten im Landkreis statt. Zu einigen wenigen konnte das Ministerium mit Blick auf die Teilnehmerzahlen keine Angaben machen.

Was die Zahl der Rechtsextremen im Kreis anbelangt, geht das Innenministerium von einem Personenkreis im dreistelligen Bereich aus. Damit weiche die Gesamtzahl der aktiven Rechtsextremisten "nicht erkennbar deutlich von denen anderer Thüringer Regionen ab", hieß es in der Antwort. Doch die Szene verfüge über eine Reichweite und ein Mobilisierungspotenzial, das weit über den Landkreis hinausreiche.

Hildburghausen gilt als rechtsextreme Hochburg in Thüringen. Dort werden immer wieder Rechtsrock-Konzerte mit teils mehreren Tausend Besuchern veranstaltet. Bei den Landratswahlen im vergangenen Jahr hatte ein rechtsextremer Bewerber 16,6 Prozent der Stimmen erhalten.

Um rechtsextreme Strukturen in Thüringen ging es am Samstag auch auf einem Kongress der Grünen-Landtagsfraktion in Erfurt. Marius Hellwig von der Amadeu-Antonio-Stiftung referierte unter anderem über die rechtsextreme Bewegung "Artgemeinschaft - Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung", die sich auch in Thüringen treffe. So komme die Vereinigung regelmäßig in einem Hotel in Harztor (Landkreis Nordhausen) zusammen, sei aber auch in anderen Bundesländern aktiv.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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