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Mineraliensammler in Wismut-Schacht verunglückt

Breitenbrunn/Erzgebirge  

Mineraliensammler in Wismut-Schacht verunglückt

25.03.2019, 06:22 Uhr | dpa

Mineraliensammler in Wismut-Schacht verunglückt. Mineraliensammler in Stollen verunglückt

Feuerwehrleute sind bei der Bergung eines Mineraliensammlers im Einsatz. Foto: Andre März (Quelle: dpa)

Ein Mineraliensammler ist im Erzgebirge in einem früheren Uranbergbau-Stollen verunglückt und schwer verletzt geborgen worden. Der 40-Jährige war nach Angaben der Polizei am Sonntagnachmittag in einen Schacht des stillgelegten Stollens gestürzt. Sein Begleiter habe den Rettungsdienst alarmiert. Die Bergung des Verletzten habe rund sieben Stunden gedauert, teilte die Wismut GmbH in Chemnitz mit. In der Nacht zu Montag gegen 1.00 Uhr habe der Verletzte den Rettungsdienst übergeben werden können. Welche Verletzungen der Mann durch den Sturz erlitten hat, wurde nicht mitgeteilt. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Bei der Rettung des Schwerverletzten war die Wismut-Grubenwehr gemeinsam mit rund 100 Kräften aus Bergsicherung, Feuerwehr, Höhenrettung und Bergwacht vor Ort. "Es war der erste Einsatz dieser Größenordnung seit 20 Jahren", sagte Andy Tauber, Leiter der Wismut-Grubenwehr. Das Zusammenspiel aller Beteiligten sei beeindruckend gewesen. Es habe alles bestens funktioniert.

Die Rettung des 40-Jährigen erwies sich als schwierig. Den Angaben zufolge hatte es zwei Stunden gedauert, bis die ersten Helfer bei dem Verunglückten waren. Höhenretter und Grubenwehr hätten ihn mit Seiltechnik aus dem Wismut-Schacht zurück auf die Stollensohle geholt und über die Distanz von mehr als einem Kilometer zum Stollenausgang. "Dabei war auch der Einsatz eines Schlauchbootes erforderlich, da die Grubenbaue teilweise unter Wasser standen", teilte die Wismut mit.

Nach Angaben der Wismut ist der Stollen einer von zahlreichen alten ungesicherten Grubenbauen im Revier Breitenbrunn. Das Gebiet sei in der frühen Phase des Uranbergbaus der SAG Wismut erkundet und abgebaut worden. Dieser so genannte Altstandort falle nicht in Verantwortung der Wismut GmbH zur Sanierung von Altlasten des Uranbergbaus.

Im Auftrag des Freistaates saniert die Wismut GmbH auch frühere Uranbergbaugebiete, die nicht unter das Wismut-Gesetz fallen. Dabei handelt es sich um Schurfschächte, Stollen und Tagesbrüche, in denen die frühere Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut bis Ende 1962 Uran gefördert hat. Rund um das jetzt betroffene Antonsthal seien bereits mehr als 20 Grubenbaue verwahrt worden. Es seien jedoch noch nicht alle Zugänge verschlossen. "Man kann nur eindringlich davor warnen, unverschlossene Stollen und Schächte zu erkunden. Es besteht immer Lebensgefahr", sagte Grubenwehr-Leiter Tauber.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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