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Kolat: Masern-Impfquoten mit freiwilligen Maßnahmen erhöhen

Berlin  

Kolat: Masern-Impfquoten mit freiwilligen Maßnahmen erhöhen

25.03.2019, 17:46 Uhr | dpa

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat setzt beim Thema Masernimpfung weiter auf Freiwilligkeit. "Wenn auf Bundesebene eine Impfpflicht eingeführt werden sollte, setzen wir diese in Berlin um. Wir sind aber davon überzeugt, dass es andere Wege gibt, die Impfquote in Berlin zu verbessern", erklärte die SPD-Politikerin am Montag auf Anfrage. Kolat verwies auf einen Plan des Landes, Impflücken mit konkreten Maßnahmen zu schließen.

"Hier geht es beispielsweise darum, bei den Einschulungsuntersuchungen gleichzeitig eine Impfberatung und falls gewünscht auch eine Impfung anzubieten." Auch Kitas sollten demnach bei der Aufnahme eines Kindes den Nachweis einer Impfberatung fordern und gegebenenfalls eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt schicken, so Kolat. Masern sind hochansteckend und können in seltenen Fällen auch tödlich verlaufen.

"Auch aufgrund der immer wieder auftretenden schweren Epidemien stehen wir für eine Impfpflicht für Kinder", sagte Jakob Maske, Berliner Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, am Montag. Versuche, das Problem anders in den Griff zu bekommen, seien bislang gescheitert. In Deutschland setze man seit Jahren auf Freiwilligkeit, doch noch immer sei der Impfschutz nicht ausreichend.

In der großen Koalition gibt es angesichts von rund 170 erfassten Masernfällen bundesweit in diesem Jahr Gespräche über eine Impfpflicht für Kinder. Rechtlich dürfte ein Zwang zur Masern-Impfung aber nicht leicht durchzusetzen sein.

Die Zahl der Masernfälle schwankt stark. Den bundesweit größten Ausbruch in den vergangenen zehn Jahren gab es 2015 mit 2465 Fällen, davon entfiel etwa die Hälfte auf Berlin. Aktuell ist die Zahl rückläufig. 2017 gab es in Berlin laut Robert Koch-Institut 69 Erkrankungen, 2018 waren es 30 Fälle und in diesem Jahr vier Infektionen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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