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Drei Jahre und fünf Monate für Sprengung eines Geldautomaten

Frankfurt am Main  

Drei Jahre und fünf Monate für Sprengung eines Geldautomaten

26.03.2019, 03:25 Uhr | dpa

Drei Jahre und fünf Monate für Sprengung eines Geldautomaten. Amtsgericht Frankfurt am Main

Urteil im Prozess um Sprengung von Geldautomaten erwartet. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Für die Sprengung eines Geldautomaten in Königstein (Taunus) ist ein 29 Jahre alter Mann am Dienstag in Frankfurt zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht verurteilte ihn wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, Diebstahls und Sachbeschädigung. Die drei Täter hatten im September vergangenen Jahres zunächst drei Geldkassetten mit rund 120 000 Euro Bargeld aus dem demolierten Automaten entwendet. Auf der Flucht geriet das Auto der Täter jedoch an eine Leitplanke, so dass die Flucht zu Fuß fortgesetzt werden musste und die Beute im Fahrzeug zurückblieb. Während die beiden Mittäter entkommen konnten, wurde der am Kopf verletzte Angeklagte in einem Gartengelände aufgespürt.

Vor Gericht hatte er ein umfassendes Geständnis abgelegt und seine Mitwirkung an der Tat mit persönlichen Schulden von rund 20 000 Euro begründet, die Folge seiner Drogenabhängigkeit seien. Strafmildernd wertete die Kammer darüber hinaus die "intellektuelle Minderbegabung" des Mannes, die allerdings seine Schuldfähigkeit nicht gänzlich ausschließe. Die Anklagevertreterin hatte drei Jahre und zehn Monate Freiheitsentzug beantragt, erklärte sich jedoch mit dem Urteil einverstanden.

Wegen der hessenweit stark gestiegenen Zahl von Automatensprengungen hatte die Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen und das Verfahren übernommen. Seit Ende 2016 seien in Hessen rund 80 Geldautomaten gesprengt worden, in den meisten Fällen aber hätten die Täter nichts erbeutet, sagte die Staatsanwältin. Beim Königsteiner Fall blieb es schließlich bei einem Sachschaden von rund 20 000 Euro an Automat und Gebäude.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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