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Weltkriegsbombe: Für Evakuierung und Entschärfung gewappnet

Rostock  

Weltkriegsbombe: Für Evakuierung und Entschärfung gewappnet

26.03.2019, 08:03 Uhr | dpa

Weltkriegsbombe: Für Evakuierung und Entschärfung gewappnet. Bombenfund in Rostock

In der Rostocker Innenstadt ist bei Arbeiten für eine Wohnanlage eine 250 Kilogramm-Fliegerbombe gefunden worden. Foto: Joachim Mangler (Quelle: dpa)

Vorbereitung auf einen kurzfristigen Ausnahmezustand: Nach dem Fund einer 250-Kilo-Fliegerbombe in Rostock sind alle Vorbereitungen für die Evakuierung der Innenstadt getroffen worden. Am Mittwoch um 8.00 Uhr muss der Innenstadtbereich in einem Umkreis von bis zu 1000 Metern um den Fundort im Rosengarten geräumt sein, wie Stadtsprecher Ulrich Kunze am Dienstag sagte. Verwaltung und Polizei gingen am Montag davon aus, dass rund 10 000 Menschen direkt von der Evakuierung betroffen sein werden.

Die Bombe war am Montag gefunden worden. An der Fundstelle im Rosengarten haben die Experten vom Munitionsbergungsdienst ihre Vorbereitungen abgeschlossen. Dabei machte Fred Tribanek, der die Bombe am Mittwochmorgen entschärfen wird, einen völlig entspannten Eindruck. "Bei jeder Entschärfung wird plötzlich alles ganz ruhig." Nur die Vögel zwitschern, sagte er. Es werde eine ganz normale Entschärfung. "Ich sehe die Sache als Routine an." Er werde zusammen mit einem Kollegen und mit der Zange in der Hand in die Grube gehen und seine Arbeit verrichten. Wenn die Entschärfung vorbei ist, werde die Bombe nach Mellenthin auf Usedom zur Entsorgung gebracht, sagte Tribanek. Sollte irgendetwas nicht funktionieren, stehe eine Wasserstrahl-Schneideanlage bereit.

Der Chef des Munitionsbergungsdienstes, Robert Molitor, ging von etwa einer halben Stunde aus, die für die Entschärfung benötigt werde - wenn alles klappt. Es gebe bei diesem Job aber auch immer Überraschungen. Immerhin sei die Bombe aus mehreren Kilometern Höhe auf die Erde gefallen und lag dort 75 Jahre.

Deutlich umfangreicher wird wohl die Evakuierung der Innenstadt ablaufen. 10 000 Menschen seien davon betroffen. Die Evakuierungsmaßnahmen der fünf Alten- und Pflegeheime werden individuell zwischen den Heimleitungen und dem Brandschutz- und Rettungsamt abgestimmt. Die drei Grundschulen werden provisorisch in anderen Schulen außerhalb der Sicherheitszone untergebracht.

Als Notunterkunft stehe die Stadthalle in direkter Nähe des Hauptbahnhofs und damit knapp außerhalb der Sicherheitszone zur Verfügung. "Es ist selbstverständlich, dass wir die Halle bereitstellen", sagte Stadthallenchefin Petra Burmeister. Dort stehe nun Platz für 2000 Personen zur Verfügung - mit Ausbaureserve.

"Der Aufwand ist enorm", erklärte Kunze. Es sei lange überlegt worden, wie der Aufwand und die Schwierigkeiten für die Einwohner möglichst gering gehalten werden können. "Wir haben mit solchen Dingen aber schon leidlich Erfahrungen gemacht." Es sei aber das erste Mal, dass fast der gesamte Innenstadtbereich von einer Räumung betroffen ist.

Rostock war als ein militär-industrielles Zentrum ein bevorzugtes Ziel der alliierten Fliegerangriffe. Dabei war die Bombe, wie sie nun im Rosengarten gefunden wurde, "die gängige Standardbombe", wie Tribanek sagte. Bei mehr als 20 Luftangriffen seien möglicherweise rund 5000 Bomben über Rostock abgeworfen worden. Es habe eine Blindgängerquote von 10 bis 20 Prozent gegeben. Bei einer bisherigen Bergung von zehn Bomben sei klar, dass das Kapitel Bombenentschärfung in Rostock noch nicht abgeschlossen ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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