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Auffahrunfall mit drei Toten: Gefängnisstrafe für Fernfahrer

Ratingen  

Auffahrunfall mit drei Toten: Gefängnisstrafe für Fernfahrer

26.03.2019, 12:22 Uhr | dpa

Auffahrunfall mit drei Toten: Gefängnisstrafe für Fernfahrer. Das Land- und Amtsgericht in Düsseldorf

Das Land- und Amtsgericht in Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch/Archiv (Quelle: dpa)

Nach einem verheerenden Auffahrunfall mit drei Toten auf der Autobahn 3 bei Ratingen soll ein früherer Fernfahrer ins Gefängnis. Das Düsseldorfer Amtsgericht sprach den 43-Jährigen am Dienstag wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen schuldig und verhängte zwei Jahre und acht Monate Haft gegen ihn. Außerdem darf er fünf Jahre lang kein Auto fahren. Der Unfall ereignete sich im November 2017.

Er habe mit seiner Unachtsamkeit innerhalb von Sekunden drei Menschenleben ausgelöscht, sagte der Richter. Wer einen 40-Tonnen-Lastzug lenke, müsse besondere Sorgfalt walten lassen.

Der Ungar hatte gestanden, auf das Stauende aufgefahren zu sein. An den Aufprall könne er sich allerdings nicht erinnern. Er vermute, dass er in einen Sekundenschlaf gefallen sei. Bei dem Unfall war der 26 Jahre alte Badminton-Bundesligaspieler Erik Meijs ums Leben gekommen.

Er habe alle Lenk- und Ruhezeiten vor dem Unfall eingehalten und erst kurz vorher eine Pause absolviert, sagte der 43-Jährige. Nach dem schweren Unfall sei er trotz erheblicher Gehaltseinbußen in seinen alten Beruf als Klempner zurückgekehrt, sagte er.

Bei den Eltern des Badminton-Spielers habe sich sein Mandant entschuldigt und gesagt, wie unendlich leid es ihm tue, erklärte sein Anwalt. Der Fernfahrer war mit seinem Sattelzug am 16. November 2017 auf ein Stauende aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls kam es zu einer Massenkarambolage nahe des Autobahnkreuzes Breitscheid mit zwei Lastwagen und fünf Autos.

Den Ermittlungen zufolge war der Unglücksfahrer beim Aufprall mit mindestens 94 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer zu schnell. Alkohol oder Drogen spielten keine Rolle. Das Gericht hielt ihm zu Gute, dass er nicht vorbestraft gewesen sei, nichts beschönigt und echte Reue gezeigt habe. Der Verteidiger hatte eine Bewährungsstrafe gefordert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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