Sie sind hier: Home > Regional >

"Fremd sein": Schauspieler Eisermann lotet die Angst aus

Speyer  

"Fremd sein": Schauspieler Eisermann lotet die Angst aus

29.03.2019, 07:14 Uhr | dpa

"Fremd sein": Schauspieler Eisermann lotet die Angst aus. Schauspieler André Eisermann

Schauspieler André Eisermann steht in der Nibelungenstadt an der historischen Stadtmauer. Foto: Andreas Arnold/Archiv (Quelle: dpa)

Aus fremden Dingen wird irgendwann Vertrautes und oft ein Teil von uns selbst, meint André Eisermann. "Doch woher kommt die Angst vor dem Fremden? Das ist, was mich interessiert", sagt der Wormser Schauspieler ("Kaspar Hauser", "Schlafes Bruder"). An diesem Samstag (30. März) lotet der 51-Jährige beim Kulturbeutel-Festival in Speyer aus, woher "Fremd sein" kommt - und wohin es führen kann.

Dann geht es in der Heiliggeistkirche (20.00 Uhr) auch um Flucht, Vertreibung und die Sehnsucht nach Heimat. Es ist nach Eisermanns Projekt mit Goethes "Werther" wieder ein ambitioniertes Programm, mit einem 20-köpfigen Chor und mit Texten von Heinrich Böll über Erich Kästner und Karl Valentin bis Paul Celan und Udo Jürgens. "Früher, als der Mensch noch in der Höhle lebte, war die Angst vor dem Fremden eine Überlebensstrategie. Heute ist diese Furcht überflüssig geworden - aber wir tragen sie immer noch in uns", sagt Eisermann.

Zusammen mit dem Pianisten Jakob Vinje will sich der Schauspieler dem Thema "Fremd sein" von mehreren Seiten nähern - und der Musik kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. "Wie im Theater oder Film unterstützt und hinterfragt die Musik gleichzeitig das gesprochene Wort." Der Chor "Wormser Kammerensemble" begleitet das Programm.

Er selbst habe weniger Furcht vor dem Fremden als vielmehr vor dem Missbrauch, der mit der Angst vieler Menschen getrieben werde, sagt Eisermann. Wenn rechte Politiker Menschen mit ausländischen Wurzeln verunglimpften, sei es wichtig, dem etwas entgegenzusetzen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal