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Schweizer shoppen weiter gerne im Südwesten

Maggistraße, 78224 Singen (Hohentwiel), Deutschland  

Schweizer shoppen weiter gerne im Südwesten

29.03.2019, 11:51 Uhr | dpa

Schweizer shoppen weiter gerne im Südwesten. Das Wappen des Zolls ist auf einem Ärmel zu sehen

Das Wappen des Zolls ist auf einem Ärmel zu sehen. Foto: Stefan Sauer/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Südwesten ist für viele Schweizer weiterhin ein beliebtes Einkaufsziel - günstige Preise locken die Eidgenossen über die Grenze. Doch für den Zoll bedeuten die Shopper auch viel Arbeit: Allein im Bereich des Hauptzollamts Singen (Kreis Konstanz) wurden im vergangenen Jahr rund 10,2 Millionen Ausfuhrkassenzettel abgefertigt, wie der Leiter der Behörde, Kai Dade, am Freitag sagte. Das seien pro Werktag rund 33 800 "Grüne Zettel", mit denen sich Nicht-EU-Bürger ihre auf Einkäufe in Deutschland gezahlte Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen können.

Die Zahl der Ausfuhrkassenzettel liege weiterhin auf hohem Niveau, auch wenn sie im Vergleich zum Jahr davor um knapp fünf Prozent gesunken sei, sagte Dade. Der Rückgang könne daran liegen, dass der Schweizer Franken nicht mehr so stark sei wie in den Jahren zuvor. Auch die Verkehrssituation an der Grenze könnte so manchen Einkaufswilligen abgeschreckt haben: Durch die Abfertigung der Zettel kommt es häufig zu langen Staus an den Grenzübergängen.

Zudem herrscht durch den Einkaufstourismus in grenznahen Städten wie Konstanz, Weil am Rhein (Kreis Lörrach) und Waldshut-Tiengen (Kreis Waldshut) vor allem an Samstagen starker Verkehr. Bereits 2014 griffen die Verkehrsplaner zu drastischen Maßnahmen und sperrten einen von drei Grenzübergängen aus der Schweiz für den Autoverkehr, nur für Fußgänger und Radfahrer bleibt er geöffnet. 2017 hatte wiederum der Zoll unter anderem eine zusätzliche Abfertigungsstelle im Gemeindezentrum Küssaberg (Kreis Waldshut) eingerichtet.

Entlang der Grenze zur Schweiz gebe es ein einheitliches Bild, sagte die Sprecherin des Hauptzollamts Lörrach, Antje Bendel, am Freitag. Auch im Großraum Basel und weiter entlang der Grenze habe der deutsche Zoll mit einer hohen Zahl Schweizer Einkaufstouristen viel zu tun. Die Zahlen seien jedoch leicht rückläufig. Details wolle das Hauptzollamt Lörrach in der zweiten Aprilhälfte veröffentlichen.

Um die Zollbeamten zu entlasten, soll künftig ein automatisiertes Verfahren zum Einsatz kommen - das ist jedoch erst in der Entwicklung. Derzeit arbeitet die Generalzolldirektion in Bonn im Auftrag des Bundesfinanzministeriums daran. "Die aktuell favorisierte Lösung ist eine App, die für Handel, Kunden und Verwaltung gleichermaßen entlastend wirken würde", sagte ein Sprecher der Behörde kürzlich. Wann das Verfahren eingesetzt werde, könne man derzeit aber noch nicht sagen, da das Verfahren rechtlich und technisch komplex sei.

Ein weiterer Schwerpunkt des Zolls im Südwesten sei zunehmend der Kampf gegen Schwarzarbeit sowie die Überwachung des Mindestlohns, sagte die Sprecherin des Hauptzollamts Lörrach. Hierfür werde der Zoll, auch im Südwesten, zusätzliches Personal einstellen. Ziel seien mehr Kontrollen, um Verstöße besser aufdecken zu können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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