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DRK-Projekt: Migranten als Blutspender gesucht

Ratingen  

DRK-Projekt: Migranten als Blutspender gesucht

31.03.2019, 09:46 Uhr | dpa

DRK-Projekt: Migranten als Blutspender gesucht. Blutspende

Röhrchen mit Blutproben stehen während einer Blutspende in Behältern. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild (Quelle: dpa)

Mehr als 11 000 Menschen mit Migrationshintergrund haben sich bislang in Nordrhein-Westfalen an einem Blutspendeprojekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für Zugewanderte beteiligt. Diese Gruppe sei bislang deutlich unterrepräsentiert, sagte der Sprecher des DRK-Blutspendedienstes West, Stephan Küpper, in Ratingen. Das DRK will sie daher mit dem Projekt BluStar.NRW als potenzielle Stammzell- und Blutspender gewinnen. Bislang hätten sich rund 3000 Migranten als mögliche Knochenmarkspender registrieren lassen. "Jeder Typisierte zählt", sagte Küpper.

Allgemein gibt es zu wenige Blutspender aus Afrika und dem Mittleren und Nahen Osten. Wegen unterschiedlicher Blutgruppeneigenschaften kommen für sie Transfusionen von Europäern oft nicht infrage. Daher sollten Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt angesprochen werden, sagte Küpper.

Küpper berichtete, das DRK informiere in Flyern in deutscher, englischer, französischer und arabischer Sprache und nutze seine Erfahrung in der Betreuung von Migranten. Die künftige Versorgung dieser Patienten werde sich mit mehr Spendern deutlich verbessern, sagte er. "Tatsächlich gab es aus dem Kreis der rund 3000 Registrierten schon eine Stammzellspende." Für Menschen, die an Blutkrebs erkrankt sind, ist eine Stammzellspende oft die einzige Chance auf Heilung.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt dauert bis Ende 2020. Beteiligt sind der DRK-Blutspendedienst, die Universitäten in Essen und Düsseldorf, die Caritas und die Westdeutsche Spenderzentrale. Die Universitäten entwickeln Neuerungen zu Blutuntersuchungen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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