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Frivole Party in Vereinsheim? Konsequenzen angekündigt

Wetter (Ruhr)  

Frivole Party in Vereinsheim? Konsequenzen angekündigt

02.04.2019, 18:02 Uhr | dpa

Frivole Party in Vereinsheim? Konsequenzen angekündigt. Vereinsheim des Sportvereins FC Wetter

Frivole Party in Vereinsheim? Konsequenzen angekündigt. Foto: Henning Kaiser (Quelle: dpa)

Die angebliche Vermietung eines Vereinsheims für eine Swingerparty sorgt für Wirbel in der Ruhrgebietsstadt Wetter. Die Party soll Mitte März in der Vereinsgaststätte des Fußballvereins FC Wetter stattgefunden haben. Bürgermeister Frank Hasenberg sagte, er sei "entsetzt und schockiert".

"Dass das Vereinsheim, dessen Eigentümerin die Stadt ist, für eine solche Veranstaltung genutzt wird, ist alarmierend und völlig inakzeptabel", sagte der Rathauschef am Dienstag der "Westfalenpost". "Insbesondere die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche auf dem Platz neben dem Vereinsheim trainieren, sollte für eine vernünftige Nutzung der Räume sensibilisieren." Die Stadt prüfe derzeit die rechtliche Situation und werde Konsequenzen aus dem Vorgang ziehen.

Berichten zufolge hatte es Mitte März nach dem Spiel einer Jugendmannschaft eine Swingerparty in dem Vereinsheim gegeben. Der Verdacht kam auf, nachdem Betreuer der Mannschaft nicht ins Vereinsheim gelassen wurden und die Scheiben verhangen waren. Der Pächter geht nach eigenen Angaben inzwischen davon aus, von dem Party-Veranstalter hinters Licht geführt worden zu sein. Er ärgere sich darüber, darauf reingefallen zu sein, sagte er der Deutschen Presse-Agentur: "Ich mache mir Vorwürfe, dass man das hätte merken müssen."

Erst zwei Tage nach der Veranstaltung habe er von einer Einladung zu einer Swingerparty nach Wetter erfahren, die auf einschlägigen Portalen im Internet verbreitet wurde. "Dann sind mir Zweifel gekommen." Mittlerweile gehe er davon aus, dass die Party in der Gaststätte stattgefunden habe.

Auch mehr als zwei Wochen nach der Aktion war am Dienstag im Internet eine detaillierte Einladung zu einer Sex-Party in Wetter zu finden, allerdings ohne konkrete Adresse. Nachfragen bei den angegebenen Kontaktmöglichkeiten blieben unbeantwortet.

Der Erste Vorsitzende des FC Wetter 10/30, Fatih Esbe, sagte der dpa am Dienstag, der Verein wolle, dass sich der Pächter "so schnell wie möglich" aus den Vereinsräumen zurückziehe. Eltern seien beunruhigt und hätten mit Austritt gedroht, falls der Pächter noch länger in dem Vereinsheim bleibe, sagte Esbe. An dem Tag hatte auch eine Jugendmannschaft auf dem angrenzenden Vereinsgelände gespielt. Der Anpfiff war um 16.30 Uhr.

Der Vereinsvorsitzende berichtete, dass Trainer ihn an jenem Tag angerufen und gesagt hätten, dass das keine normale Feier sei. "Die Fenster waren von innen mit Pappe zugeklebt." Er sei dorthin gefahren, doch ein Security-Mann habe ihn nicht reingelassen.

"Die wollten für sich sein", erklärte der Pächter das Engagement eines eigenen Sicherheitsdienstes. Er berichtete, dass er zu Beginn des Abends Herren und ältere Ehepaare im Alter von 60 bis 70 Jahren gesehen habe. Einer habe gesagt, dass es als Überraschung zum Junggesellenabschied eine Stripteasevorführung gebe. Er habe darauf hingewiesen, dass dann in jedem Fall die Fenster verhängt werden müssten. Eine vermeintliche Tänzerin habe er auch gesehen. Dann sei er gegangen. Als er am späten Abend wiederkam, sei die Party bereits beendet gewesen. Verdächtige Spuren habe es nicht gegeben. Ihm sei "überhaupt kein Verdacht aufgekommen, dass da was nicht in Ordnung war".

Der Verein habe sich rechtlichen Beistand geholt, sagte Esbe weiter. Ziel sei nun eine schnelle Einigung mit dem Pächter. "Wir hoffen, dass wir als Verein da schnell rauskommen." Mit der ganzen Sache habe der FC Wetter überhaupt nichts zu tun. "Der ganze Hype muss sich jetzt ein bisschen legen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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