Sie sind hier: Home > Regional >

Steinkohle-Bergbau endet in Steinmeiers Arbeitszimmer

Berlin  

Steinkohle-Bergbau endet in Steinmeiers Arbeitszimmer

03.04.2019, 14:49 Uhr | dpa

Steinkohle-Bergbau endet in Steinmeiers Arbeitszimmer. Bergleute übergeben Steinkohle-Stück an Steinmeier

Bergleute übergeben das letzte geförderte Stück Steinkohle an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.l). Foto: Bernd von Jutrczenka (Quelle: dpa)

Die Hände musste er sich nicht mehr schmutzig machen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch im Berliner Schloss Bellevue das letzte in Deutschland geförderte Stück Steinkohle entgegengenommen. Der sieben Kilo schwere Brocken, den ihm Reviersteiger Jürgen Jakubeit überreichte, war gut präpariert und schwärzte nicht. Steinmeier war schon bei dessen Förderung im Dezember auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop dabei gewesen und erinnerte nun an diesen "schmerzlichen Tag für die Bergleute und ihre Familien". "Ich spüre jedenfalls den Kloß im Hals, den wir bei unseren Reden hatten, noch bis heute", sagte er.

Das etwa fußballgroße, aber quaderförmige und auf einem hüfthohen Holzsockel stehende Kohlestück wanderte anschließend in Steinmeiers Arbeitszimmer. Nach seiner Amtszeit soll es im Haus der Geschichte in Bonn ausgestellt werden. Mit der Förderung des Stückes endete nach rund 200 Jahren der industrielle Steinkohlebergbau in Deutschland.

Steinmeier steht nun auch unter dem Schutz der Heiligen Barbara. Die Bergleute brachten ihm eine Statue ihrer Schutzpatronin mit. Sie trugen ihm zudem die Ehrenmitgliedschaft im Ruhrkohle-Chor an.

Der Bundespräsident würdigte nochmals den Beitrag der Kumpel zum wirtschaftlichen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Das ihm überreichte Stück Kohle erzähle Geschichte - von Mangelwirtschaft nach dem Krieg, von den Anfängen Europas, von Wirtschaftsaufbau, von Dreck, schmutziger Arbeit und Gefahr unter Tage. "Und es erzählt die Geschichte von Solidarität, die nicht nur unter Tage gelebt wurde, sondern sozusagen eine ganze Region geprägt hat", sagte Steinmeier.

Das Stück Kohle stehe aber hoffentlich nicht nur für Vergangenes. "Dieses Stück Kohle steht eben auch für Tatkraft und für Ideenreichtum einer ganzen Region", betonte Steinmeier und verwies auf die Bemühungen, neue Lebensperspektiven und Arbeitsplätze nach dem Ende des Bergbaus zu schaffen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe