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Niels Högel: Sachverständiger präsentiert Gutachten

Oldenburg  

Niels Högel: Sachverständiger präsentiert Gutachten

04.04.2019, 03:40 Uhr | dpa

Niels Högel: Sachverständiger präsentiert Gutachten. Niels Högel und Anwältin

Der wegen Mordes angeklagte Niels Högel sitzt im Gerichtssaal neben seiner Anwältin Ulrike Baumann. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv (Quelle: dpa)

Vor dem Landgericht Oldenburg soll ein psychiatrischer Gutachter am Donnerstag beurteilen, ob der mutmaßliche Serienmörder Niels Högel voll schuldfähig ist. Dem 42 Jahre alten Angeklagten werden 100 Morde an Patienten in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst zur Last gelegt (Az. 5 Ks 1/18). Viele der zwischen 2000 und 2005 verübten Taten gestand der Deutsche bereits ein, an viele konnte er sich bisher aber vor Gericht nicht mehr erinnern. Der Ex-Krankenpfleger ist bereits wegen anderer Morde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Als Sachverständiger ist der Psychiater Henning Saß bestellt, der im Münchner NSU-Prozess auch das Gutachten über die angeklagte rechtsextreme Terroristin Beate Zschäpe erstellte. Sollte Saß dem Angeklagten eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit attestieren, könnte dies Auswirkungen auf das Strafmaß haben. Högel wurde 2015 wegen des Todes von sechs Patienten auf der Intensivstation in Delmenhorst zu lebenslanger Haft verurteilt. Daran ändert sich nichts.

Der Prozess beginnt um 09.00 Uhr zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil die Gefängnispsychologin der JVA Oldenburg vernommen wird. Vor Saß hat noch der psychologische Sachverständige Max Steller (ab 11.00 Uhr) das Wort, um sein Gutachten über die Glaubhaftigkeit von Högels Aussagen vorzustellen. Högel soll seine Opfer mit verschiedenen Medikamenten zu Tode gespritzt haben.

Die Beweisaufnahme soll in diesem Monat abgeschlossen werden. Die Plädoyers könnten nach jetziger Planung am 25. oder 26. April beginnen. Plädoyerberechtigt sind 17 Nebenklagevertreter, die beiden Verteidigerinnen Högels und die Staatsanwaltschaft. Terminiert ist der seit 30. Oktober 2018 laufende Prozess bis zum 26. Juni.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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