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Studie sieht Gegensätze bei demografischer Entwicklung

Berlin  

Studie sieht Gegensätze bei demografischer Entwicklung

05.04.2019, 15:20 Uhr | dpa

Bei den Bevölkerungszahlen in Hessen wird sich einer aktuellen Studie zufolge die Kluft zwischen der boomenden Rhein-Main-Region und ländlichen Gebieten in Nord- und Mittelhessen vertiefen. "Die Metropolregion rund um die Bankenstadt Frankfurt am Main, von Wiesbaden bis Darmstadt, wächst und wird auch weiterwachsen", heißt es in der am Freitag vorgestellten Analyse des Berlin-Instituts. "In den abgelegenen Regionen Nord- und Mittelhessens sieht es anders aus. Dort ist auch zukünftig mit zum Teil großen Einwohnerverlusten zu rechnen."

Vor allem in Nordhessen könne dies für einen Mangel an Arbeitskräften sorgen, schreiben die Autoren der Studie. Während andernorts fehlende Jobs für die Landflucht vor allem junger Menschen verantwortlich gemacht würden, wolle der Arbeitsmarkt dort nicht in dieses Bild passen. Zwischen 2008 und 2015 sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Regierungsbezirk Kassel um mehr als zwölf Prozent gestiegen - und damit stärker als in der Mitte oder im Süden des Bundeslandes.

"Zu der guten Arbeitsmarktlage in Nordhessen trägt die seit langem dort ansässige Mobilitätswirtschaft bei", heißt es in der Untersuchung mit Verweis etwa auf das Volkswagenwerk in Baunatal. "Was diesen Unternehmen künftig fehlen könnte, sind die Arbeitskräfte." Die Studie mit dem Titel "Die demografische Lage der Nation" ist die vierte Fortschreibung des unabhängigen Berlin-Instituts zu diesem Thema - nach 2004, 2006 und 2011.

Im Bundesländer-Ranking, das neben der Demografie auch Wirtschaft, Bildung und Familienfreundlichkeit als Parameter heranzieht, belegt Hessen den vierten Platz. Vorne landet Baden-Württemberg, das Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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