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Trinkwasser: Kommunen wollen mehr Brunnen und Wasserspender

Koblenz  

Trinkwasser: Kommunen wollen mehr Brunnen und Wasserspender

08.04.2019, 05:48 Uhr | dpa

Trinkwasser: Kommunen wollen mehr Brunnen und Wasserspender. Trinkwasserbrunnen

Trinkwasserbrunnen. Foto: Andreas Gebert/Archiv (Quelle: dpa)

Kommunen in Rheinland-Pfalz wollen die Trinkwasserversorgung im öffentlichen Raum verbessern. So denken unter anderem die Städte Mainz, Koblenz und Trier darüber nach, mehr Wasserspender und Trinkbrunnen aufzustellen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Die Kommunen reagieren damit auf eine Initiative der Europäischen Union und auf den trockenen Sommer des vergangenen Jahres.

Die EU-Außenminister hatten sich Anfang März darauf geeinigt, Trinkwasser in Europa besser und leichter verfügbar zu machen. Um den Zugang zu Trinkwasser zu verbessern, sollen mehr öffentliche Trinkbrunnen und Wasserzapfstellen eingerichtet werden.

In Mainz gibt es nach Angaben der Stadt bislang rund 60 öffentliche Brunnen - allerdings bietet nur der Brunnen am Rebstockplatz Trinkwasser. Künftig könnten es mehr sein: "Das Thema ist seit dem letzten Sommer auf der Agenda", sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Über mögliche Standorte sei man in Gesprächen mit den Stadtwerken. "Ich denke etwa an den Volkspark, den Goetheplatz", sagte Ebling.

Trier ist bereits weiter: Die Stadt hat seit 2015 neun Schulen mit Wasserspendern ausgestattet - und es sollen noch mehr werden, wie ein Sprecher mitteilte. Auch im Rathaus, dem Kundenzentrum der Trierer Stadtwerke und am Wasserspielplatz auf dem Petrisberg stehen Wasserspender. Insbesondere letzterer werde im Sommer rege genutzt, teilte die Stadt mit. Die Anschaffung eines Wasserspenders kostet nach Angaben der Stadt rund 3000 Euro. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) lobte die Investition: "Die Wasserspender und öffentliche Trinkbrunnen sind eine gesunde Lösung zum Durstlöschen und ein Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz."

Auch in Koblenz sind öffentliche Wasserspender bereits ein Thema: Derzeit werde geprüft, ob solche Anlagen in städtischen Gebäuden wie dem Bürgeramt eingerichtet werden sollten, sagte ein Sprecher der Stadt. Bislang hatte Koblenz einen einzigen öffentlichen Trinkwasserbrunnen - inzwischen ist er abgeschaltet. "Es wurde zu wenig Wasser entnommen", so der Stadtsprecher. Wegen der dürftigen Nutzung habe man nicht mehr garantieren können, dass das Trinkwasser frei von Keimen sei.

Im Kreis Mayen-Koblenz wirbt Andernach für sich als "essbare Stadt". Auf den städtischen Grünflächen wachsen essbare Pflanzen, die nach Angaben der Stadt von jedem geerntet werden dürfen. Den Durst stillen bislang zwei Trinkwasserbrunnen. Ab Juni sollen es dann drei Brunnen in der Stadt sein. Keine weitere Brunnen oder Wasserspender sind dagegen in Ludwigshafen geplant. Nach Angaben der Stadt gibt es dort bislang zwei Trinkwasserbrunnen.

Die EU-Staaten sprachen sich außerdem dafür aus, die Bereitstellung von kostenlosem Leitungswasser in Restaurants und Kantinen zu fördern. Schon heute bieten viele Gastronomen kostenloses Trinkwasser an. In der Innenstadt von Trier gibt es nach Angaben der Stadt rund 30 Lokale, in denen man sich kostenlos Leitungswasser abfüllen kann.

Auch im Raum Kaiserslautern gibt es zum Essen oft eine Karaffe mit Leitungswasser. "Es gibt hier viele Amerikaner, die sind das gewohnt", sagte Alf Schulz, der den Bremerhof in Kaiserslautern betreibt. Der Gastronom ist Vizepräsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) in Rheinland-Pfalz. Er zieht freiwillige Lösungen neuen Gesetzen vor: "Jeder Kollege sollte für sich selbst entscheiden", sagte Schulz. Natürlich bekomme jeder, der frage, ein Glas Wasser. "Aber wenn die Leute sonst nichts essen und trinken, dann wird es ein Problem."

Noch sind die Regelungen nicht in Kraft getreten. Zunächst müssen sich die Mitgliedsstaaten mit dem Europaparlament einigen. Die Verhandlungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2019 stattfinden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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