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Sachsen gibt weitere Gebeine aus der Kolonialzeit zurück

Dresden  

Sachsen gibt weitere Gebeine aus der Kolonialzeit zurück

10.04.2019, 14:32 Uhr | dpa

Sachsen gibt weitere Gebeine aus der Kolonialzeit an ein Herkunftsland zurück. Die sterblichen Überreste von 37 indigenen Australiern stammen aus dem ethnografischen Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und sind seit dem frühen 20. Jahrhundert in Sachsen. Sie werden am Montag zusammen mit fünf Stücken aus der Meckelschen Sammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Sachsen-Anhalt) in der Australischen Botschaft in Berlin übergeben, wie das Kunstministerium in Dresden am Mittwoch ankündigte.

Die Zeremonie sei Teil einer Restitution von 53 menschlichen Gebeinen indigener Australier aus fünf deutschen Sammlungen. Bereits am Dienstag war in München ein mumifizierter Leichnam an dessen Nachfahren übergeben worden.

Sachsen hatte erstmals im Oktober 2017 Gebeine kolonialer Herkunft nach intensiver Provenienzforschung restituiert - damals an Hawaii. Es war die erste Rückgabe aus deutschen Museen an den Inselstaat überhaupt. Wie viele solcher Stücke sich noch in Sachsen befinden, ist nicht genau bekannt. Die menschlichen Überreste waren meist in der Kolonialzeit Bestandteil anthropologischer Sammlungen geworden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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