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Senvion-Insolvenz: Vorwürfe an Bundes- und Landesregierung

Hamburg  

Senvion-Insolvenz: Vorwürfe an Bundes- und Landesregierung

10.04.2019, 17:05 Uhr | dpa

Nach dem Antrag des Windanlagen-Herstellers Senvion auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung haben die IG Metall sowie Vertreter von SPD und Grünen der Politik eine Mitschuld gegeben. "Wir brauchen für die Windindustrie in Deutschland eine verlässliche industrielle Perspektive", sagte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, am Mittwoch in Frankfurt. "Die Bundesregierung muss endlich den Reformstau in der Energiewende auflösen und die Weichen stellen für einen stabilen Ausbaupfad der Windenergie." Die beantragte Insolvenz von Senvion sei eine erschreckende Entwicklung, die unbedingt aufgehalten werden müsse.

"Wir Grüne warnen seit Jahren, dass die derzeitige Energiepolitik der Bundesregierung ein Jobkiller ist", sagte die Bundestagsabgeordnete Ingrid Nestle. Nachdem der Windradhersteller Enercon im vergangenen Jahr hunderte Jobs streichen musste, drohten nun weitere Arbeitsplätze verloren zu gehen. "Zwar sind die Gründe für die Insolvenz auch beim Unternehmen selbst zu suchen, doch der Zusammenbruch des Heimatmarktes Wind ist politisch verantwortet. Schon seit Jahren läuft der Jobabbau in der Windbranche."

Die oppositionelle schleswig-holsteinische SPD machte die Jamaika-Regierung für die Unternehmenspleite mitverantwortlich. "Da CDU, FDP und Grüne mit der Regionalplanung nicht vorangekommen sind, trägt die jetzige Landesregierung eine Mitschuld an den finanziellen Schwierigkeiten, in die Senvion geraten ist", sagte der Abgeordnete Thomas Hölck. "Jamaika hat die Windkraftbranche durch den selbst ausgelösten Stillstand beim Ausbau der Windenergie schwer beeinträchtigt und die Hersteller stark getroffen."

Senvion hatte am Dienstag wegen Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Unternehmens Insolvenz in Eigenverantwortung beantragt. Nach Ansicht von Branchenexperten ist Senvion nicht allein wegen der veränderten Rahmenbedingungen auf dem Markt in Schwierigkeiten geraten. Das Unternehmen hat auch zu wenig investiert, um auf den wichtigsten Auslandsmärkten eine starke Position zu erringen und durch Fehler im operativen Geschäft Umsätze eingebüßt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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