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Mann muss wegen Erbschleicherei für vier Jahre ins Gefängnis

Braunschweig  

Mann muss wegen Erbschleicherei für vier Jahre ins Gefängnis

15.04.2019, 01:38 Uhr | dpa

Mann muss wegen Erbschleicherei für vier Jahre ins Gefängnis. Justitia

Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht auf dem Tisch eines Richters. Foto: Volker Hartmann/Archiv (Quelle: dpa)

Weil er sich am Sterbebett einer Frau Zugang zu ihrem Millionen-Vermögen erschlichen hat, muss ein 52-Jähriger für vier Jahre ins Gefängnis. Der Mann sei wegen gewerbsmäßiger Untreue und Betrugs in 74 Fällen verurteilt worden, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig am Montag. Der einschlägig vorbestrafte Betrüger hatte sich in der Klinik, in der die vermögende Witwe aus Bad Harzburg 2017 behandelt wurde, als ihr Ehemann ausgegeben. Kurz vor ihrem Tod brachte der Angeklagte die Frau dazu, ihm eine Vollmacht auszustellen und ihr Testament zu ändern. (Az.: 1 KLs 201 Js 37879/18 (14/19))

Laut Anklage hatte die Frau zu Lebzeiten einem Notar gesagt, dass ein Teil ihres Vermögens in eine Stiftung für die Förderung begabter junger Menschen fließen soll. Der 52-Jährige soll mit der Witwe viele Jahre gut befreundet gewesen sein und seit dem Sommer 2016 dauerhaft im Gästezimmer ihres luxuriösen Hauses im Harz gewohnt haben.

Nur einen Tag nach dem Tod der Frau begann der Erbschleicher nach Überzeugung des Gerichts damit, ihr Geld für Luxusartikel wie teure Handtaschen und Reisen im Privatjet auszugeben. Auch Hotel- und Restaurantbesuche sowie Einkäufe bezahlte er mit dem ergaunerten Vermögen. Nach Angaben der Gerichtssprecherin war aus dem Umfeld der Millionärin dem Angeklagten darüber hinaus ein Darlehen von 120 000 Euro gewährt worden. Auch dieses Geld sei verschwunden. Der 52-Jährige überwies dem Nachlassverwalter später lediglich einen Betrag in Höhe von 75 000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft hatte der Sprecherin zufolge eine Haftstrafe von fünf Jahren und acht Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte für ein mildes Urteil.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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