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Senioren-Projekte der Post in Bremen sind gescheitert

Bremen  

Senioren-Projekte der Post in Bremen sind gescheitert

15.04.2019, 18:37 Uhr | dpa

Zwei Senioren-Projekte der Post sind nach nur einjähriger Testphase in Bremen aus Mangel an Interesse eingestellt worden. Unter dem Motto "Post persönlich" sollten Briefträger nach älteren Kunden sehen und im Notfall Hilfe für sie holen. Allerdings wollte niemand für die in Kooperation mit den Johannitern angebotene Maßnahme zahlen. Zuerst hatte der "Weser-Kurier" darüber berichtet.

Das Angebot kostete neun bis 15 Euro monatlich. "Die Menschen, die für den Service in Frage kommen, gestehen sich ihre Hilfsbedürftigkeit vielleicht häufig nicht ein", sagte Maike Wintjen von der Deutschen Post über das Projektende.

Eingestellt wird auch ein "Lotsendienst"-Projekt, mit dem ehrenamtliche Helfer für Seniorenarbeit gewonnen werden sollten. "Die Entscheidung, sich in der Pflege zu engagieren, wird offensichtlich nicht über eine kurze Ansprache und eine Postkarte gefällt", sagte Wintjen. Der wissenschaftliche Leiter des Lotsendienstes und Forscher am Bremer Institut für Informationsmanagement, Herbert Kubicek, hat noch eine andere Erklärung: "Soziale Projekte passen nicht zur Struktur der Post."

Als Aktiengesellschaft könne sich das Unternehmen die kostenintensiven Angebote nicht leisten. Andere Träger seien hier besser geeignet. Kubicek sieht auch die Politik in der Pflicht: "Leistungen für alte und einsame Menschen sollten von der Pflegeversicherung erstattet werden."

Die beiden Post-Dienste gehören zu einem Paket von Hilfsmaßnahmen für Senioren, die die Stadt gemeinsam mit Partnern im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. Alle diese sogenannten Herbsthelfer -Projekte sollen alte Menschen darin unterstützen, in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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