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Explosionsgefahr bei Munitionslager in Schweizer Alpen

Explosionsgefahr bei Munitionslager in Schweizer Alpen

16.04.2019, 12:14 Uhr | dpa

In den Schweizer Alpen droht ein Munitionslager aus den Jahren des Zweiten Weltkriegs in die Luft zu fliegen. Eine kleinere Explosion könne zwar im Durchschnitt nur alle 300 Jahre passieren, das Risiko für die Bevölkerung der umliegenden Dörfer sei aber nicht akzeptabel, berichtete das Bundesamt für Umwelt. Es informierte Anwohner am Montagabend über die Ergebnisse einer Studie, an der Experten des deutschen Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik beteiligt waren. Das Lager liegt in Mitholz, nahe der Skiregion Kandersteg und gut 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Bern.

Das Verteidigungsministerium war im vergangenen Sommer in einer Analyse zu dem gleichen Schluss gekommen. Es prüft nun, wie das Lager gesichert werden kann. Und überwacht die Anlage inzwischen mit Video- und Wärmebildkameras sowie Sensoren, die austretende Gase messen. Das Ministerium prüft den Einsatz eines Roboters oder ferngesteuerten Baggers zur Bergung der verschütteten Munition. Der Prototyp eines solchen Geräts könnte in ein bis zwei Jahren vorliegen, hieß es. Die Bewohner verlangen die vollständige Räumung des Lagers.

In dem Munitionslager aus den 1940er Jahren war es 1947 bereits zu einer schweren Explosion gekommen. Damals kamen in Mitholz neun Menschen ums Leben und zahlreiche Häuser wurden durch umherfliegende Gesteinsbrocken teils zerstört. In den eingestürzten Anlageteilen und im Schuttkegel liegen noch rund 3500 Tonnen Munition mit mehreren hundert Tonnen Sprengstoff.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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