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Thüringen bietet jungen Vietnamesen Ausbildung oder Studium

Erfurt  

Thüringen bietet jungen Vietnamesen Ausbildung oder Studium

16.04.2019, 17:09 Uhr | dpa

Thüringen will jährlich bis zu 1000 junge Leute aus Vietnam für eine Berufsausbildung oder ein Studium aufnehmen. Dafür sollen die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Dienstag in Erfurt. "Eine solche Aufgabe können wir nicht einzelnen Betrieben oder Hochschulen überlassen. Das stemmen wir mit den bestehenden Strukturen nicht." Anknüpfungspunkte gebe es durch ein Pilotprojekt zur Ausbildung vietnamesischer Jugendlicher in Südthüringen sowie durch etwa 3000 Vietnamesen, die in Thüringen leben.

Viele von ihnen kamen während der DDR-Zeit zur Ausbildung oder Arbeit, blieben und gründeten in Thüringen Familien. Andere gingen zurück, halten aber Kontakt und sprechen die deutsche Sprache. Ramelow war in der vergangenen Woche mit etwa 100 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Vietnam unterwegs. Er bezeichnete die Reise, bei der es auch um mögliche Investitionen Thüringer Firmen in Vietnam ging, als erfolgreich. "Ich bin ausgesprochen zufrieden."

"Wir brauchen etwas wie ein thüringisch-vietnamesisches Bildungswerk", sagte der Regierungschef. Zudem müssten Standards festgelegt werden. Die jungen Leute müssten gut über die Berufsbilder und Ausbildungswege informiert werden und vor ihrer Reise nach Thüringen eine Sprachausbildung absolvieren. Keinesfalls dürfe zugelassen werden, dass die Ausbildung in Thüringen kommerzialisiert werde und sich Familien in Vietnam verschulden müssten, um ihren Kindern einen Aufenthalt zu finanzieren.

Für die nötigen Organisationsstrukturen könnten die Erfahrungen des Projekts in Südthüringen genutzt werden, wo 140 Ausbildungsverträge mit Vietnamesen beständen. Insgesamt gebe es derzeit in Thüringen 350 Azubis und 240 Studenten aus Vietnam. 60 Prozent der Bevölkerung in Vietnam seien jünger als 30 Jahre.

In Thüringen bleiben jährlich immer mehr Ausbildungsstellen wegen Bewerbermangels unbesetzt. Im März suchten die Arbeitsagenturen noch Bewerber für rund 8000 offen Lehrstellen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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