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Höchste Waldbrandgefahr in Brandenburg: Osterfeuer abgesagt

Potsdam  

Höchste Waldbrandgefahr in Brandenburg: Osterfeuer abgesagt

18.04.2019, 06:03 Uhr | dpa

Höchste Waldbrandgefahr in Brandenburg: Osterfeuer abgesagt. Osterfeuer in Brandenburg

Menschen stehen an einem Osterfeuer. Foto: Rainer Jensen/Archiv (Quelle: dpa)

Die Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt wegen der großen Trockenheit weiter. In drei südlichen Landkreisen (Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz) gilt seit Donnerstag die höchste Gefahrenstufe, in den übrigen Regionen die Stufe vier von fünf. Es sei gut möglich, dass die höchste Gefahrenstufe in weiteren Landkreisen ausgerufen werde, sagte Jens-Uwe Schade, Sprecher des Brandenburger Umweltministeriums. In vielen Städten und Gemeinden wurden die geplanten Osterfeuer wegen der hohen Waldbrandgefahr bereits abgesagt.

Der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, hatte nicht damit gerechnet, dass bereits so früh im Jahr die höchste Gefahrenstufe ausgerufen wird. Er erklärt das neben den wenigen Niederschlägen mit der geringen Luftfeuchtigkeit. Morgens liege kein Tau mehr, dadurch sei der Boden noch trockener.

Ob die geplanten Osterfeuer in Brandenburg wegen der hohen Waldbrandgefahr abgesagt werden, entscheiden die Kommunen. In vielen Gemeinden gebe es Klauseln, dass bei der höchsten Waldbrandgefahrenstufe Osterfeuer verboten sind, sagte Engel.

So dürfen in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) von Gefahrenstufe vier an keine Feuer gezündet werden. "Nach derzeitigem Stand wird es hier keine Osterfeuer geben", sagte eine Sprecherin der Stadt. Dasselbe gilt für Bad Wilsnack (Prignitz). Auch in der Landeshauptstadt Potsdam, in Fürstenberg/Havel (Oberhavel) und Lychen (Uckermark) wurden die geplanten Osterfeuer wegen der Waldbrandgefahr abgesagt.

In Südbrandenburg wurden in Lübben (Dahme-Spreewald) alle zehn angemeldeten Osterfeuer abgesagt. Auch in einigen Städten und Gemeinden im Landkreis Elbe-Elster wurden einzelne Feuer untersagt, darunter in Bad Liebenwerda und Herzberg. Für einige größere angemeldete Osterfeuer wurden Ausnahmegenehmigungen mit strengen Auflagen erteilt, wie das Ordnungsamt Elbe-Elster mitteilte. So müssten beispielsweise die Osterfeuer kleiner gehalten werden und dort sei zur Sicherung die Feuerwehr vor Ort.

Größere Gefahr sehen die Ordnungsämter, wenn am Donnerstagabend starker Wind aufkommen sollte. Dann müsse man reagieren. Kleine private Feuer, beispielsweise in Gärten oder in Feuerschalen auf der Terrasse müssen nach Angaben der Ordnungsämter nicht genehmigt werden. Auch das Grillen sei erlaubt.

In Cottbus können alle 13 bereits genehmigten Osterfeuer stattfinden. Dies teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag nach einer erneuten Kontrolle durch Feuerwehr und Ordnungsamt mit. Allerdings wurde Auflagen erteilt, wie etwa die Anlage von Brandschutzstreifen.

Ministeriumssprecher Schade wies darauf hin, dass das Feuerverbot im und um den Wald herum unbedingt zu beachten sei. Schon durch weggeworfene Zigaretten könne ein Waldbrand entstehen. Weil es im März und April nur wenig geregnet habe, sei der Boden extrem trocken. Hinzu käme der hohe Anteil an Kiefern, die leicht brennen.

Dieses Jahr hat es laut Engel bereits zwölf Waldbrände in Brandenburg gegeben. Im vergangenen Jahr brannte es in Brandenburgs Wäldern insgesamt 512 Mal, darunter waren elf Großbrände. Allein durch das Feuer bei Treuenbrietzen (Potsdam-Mittelmark) im August wurden rund 400 Hektar Wald zerstört - insgesamt waren es 1674 Hektar. Damit ein Feuer früh erkannt wird, überwachen 107 Kameras Brandenburgs gesamtes Waldgebiet. Sie sind seit dem 1. März in Betrieb und erkennen Rauchentwicklungen, die auf Waldbrände hindeuten, frühzeitig.

Auch in Berlin ist die Waldbrandgefahr hoch. In Marzahn, Buch und dem Kaniswall im Stadtteil Müggelheim gilt laut Deutschen Wetterdienst Gefahrenstufe vier von fünf. Zuletzt habe es am Dienstag in der Nähe des Strandbads Wannsee einen Waldbrand auf 600 Quadratmetern Fläche gegeben, teilte die Senatsverwaltung für Umwelt mit. Deshalb sei das Rauch- und Grillverbot in Wäldern und deren Umgebung, das in Berlin generell gilt, unbedingt zu beachten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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