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CDU fordert Impfpflicht gegen Masern

Mainz  

CDU fordert Impfpflicht gegen Masern

18.04.2019, 12:27 Uhr | dpa

CDU fordert Impfpflicht gegen Masern. Impfung

Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet. Foto: Ralf Hirschberger/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Die CDU hat eine verpflichtende Impfung gegen Masern in Rheinland-Pfalz gefordert. Die von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) vorgesehene Verpflichtung für Gesundheitsberufe reiche nicht aus, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Gensch am Donnerstag in Mainz. "Eine breite Schutzwirkung werden wir nur durch die Einführung einer Impfpflicht für die Masern erreichen."

"Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit, mit schwerwiegenden Komplikationen, die lebensbedrohlich sein kann", bereits der Aufenthalt im selben Raum reiche aus, um sich zu infizieren. Seine Fraktion unterstütze daher die Absicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), eine Impfpflicht gesetzlich festzuschreiben. Bei mehr als 70 000 Kleinkindern in Deutschland fehle der Schutz gegen Masern. Zudem hätten viele junge Erwachsene die notwendige zweite Impfung nicht bekommen.

Die Ampel-Landesregierung sei grundsätzlich auch für eine Impfpflicht, hatte die Ministerin zwei Tage zuvor betont. "Eine Impfpflicht muss sich aber, um sie konsequent überprüfen und auch durchsetzen zu können, auf bestimmte Personengruppen beziehen." Daher wolle sie bei den Gruppen anfangen, bei denen die meisten Masernfälle aufträten. "Das sind in Rheinland-Pfalz ganz klar die Erwachsenen." Von den in diesem Jahr aufgrund eines aktuellen Masernausbruchs in der Südpfalz gemeldeten 30 Fällen seien 29 Erwachsene.

Eine Impfpflicht auf Landesebene bei Kindern vor Eintritt in eine Kita oder in die Schule halte sie derzeit für nicht verhältnismäßig, so Bätzing-Lichtenthäler. Als Gründe nannte sie unter anderem die hohen Impfquoten in Rheinland-Pfalz, vergleichsweise wenige Masernfälle und die Schwierigkeiten einer Sanktionierung bei Nicht-Impfung. "Für eine mögliche Einführung einer bundesweiten Impfpflicht im Kindesalter sind wir aber aufgeschlossen."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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