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Kirchen rechnen mit weniger Steuereinnahmen

Freiburg im Breisgau  

Kirchen rechnen mit weniger Steuereinnahmen

19.04.2019, 09:52 Uhr | dpa

Kirchen rechnen mit weniger Steuereinnahmen. Kirchensteuer

Unter den gesetzlichen Abgaben ist auf einer Abrechnung die Kirchensteuer ausgewiesen. Foto: Hendrik Schmidt/Archivbild (Quelle: dpa)

Die katholische und die evangelische Kirche in Baden-Württemberg rechnen wegen sinkender Mitgliederzahlen mit einem Rückgang der Einnahmen aus der Kirchensteuer. Bei künftigen Finanzplanungen werde dies berücksichtigt, sagten Sprecher der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg. Die Kirche müsse sparsam mit Finanzen umgehen und Vorsorge treffen, betonte ein Sprecher der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der dortige Bischof Gebhard Fürst rate dazu, das Aufkommen der Kirchensteuer aufmerksam zu beobachten und Planungen und Investitionen darauf abzustimmen.

Auch die Erzdiözese Freiburg richtet die Finanzplanung nach eigenen Angaben darauf aus, dass es weniger Steuereinnahmen geben werde. Ziel sei es daher, bestehende Strukturen zu modernisieren, um Einsparungen zu ermöglichen. So werde die Zahl der Seelsorgeeinheiten in den kommenden Jahren reduziert, zudem werde es Einsparungen in der Verwaltung geben. Ein entsprechender Plan werde derzeit erarbeitet.

Eine Alternative zur Kirchensteuer werde nicht gesucht, heißt es bei der evangelischen Landeskirche in Baden: "Derzeit stellt sich diese Frage für die badische Landeskirche nicht, denn das System der Kirchensteuer hat sich bewährt." Statt ein eigenes Verwaltungssystem aufzubauen, nutze die Kirche die staatlichen Möglichkeiten der Steuererhebung. Im Gegenzug erstatte die Kirche dem Staat die Kosten für den entstehenden Verwaltungsaufwand.

Die beiden großen christlichen Kirchen verlieren seit Jahren Mitglieder, dadurch sinken die Einnahmen. Der katholische Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, hatte zuletzt vor dem Hintergrund eine Debatte über die Zukunft der Kirchensteuer gefordert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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