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Lügde: Innenministerium schaut vor Ort nach dem rechten

Düsseldorf  

Lügde: Innenministerium schaut vor Ort nach dem rechten

19.04.2019, 11:49 Uhr | dpa

Lügde: Innenministerium schaut vor Ort nach dem rechten. Herbert Reul

Herbert Reul (CDU) ist zu sehen. Foto: Federico Gambarini/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach der Pannenserie bei der Aufklärung des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde kümmern sich Beamte des Innenministeriums nun um den Fortgang der Ermittlungen vor Ort. Das "Westfalen-Blatt" berichtete am Freitag, das Polizeipräsidium Bielefeld sei "unter Dienst- und Fachaufsicht gestellt" worden.

Das Innenministerium bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf, zwei seiner Mitarbeiter seien im Präsidium, "um sich einen Eindruck der Ermittlungsarbeit und einen Überblick über die Abläufe zu verschaffen". Nach den Osterfeiertagen sollten weitere Fachleute, darunter die ranghöchste Polizistin des Landes, folgen. "Dabei geht es um die Frage, ob und welche polizeifachliche Unterstützung von Seiten des Innenministeriums und nachgeordneter Behörden, wie beispielsweise das Landeskriminalamt, geleistet werden könnte."

SPD und Grüne hatten Innenminister Herbert Reul (CDU) vorgeworfen, die Lage nicht im Griff zu haben. Die SPD fordert seinen Rücktritt. Kurz nach Bekanntwerden des jahrelangen Kindesmissbrauchs, der nach bisherigen Erkenntnissen mindestens 40 Opfer betrifft, hatte Reul einräumen müssen, dass 155 CDs und DVDs aus der Obhut der Polizei verschwunden waren.

In den Wochen danach waren - unter anderem bei Abrissarbeiten - immer wieder Datenträger gefunden worden, die die örtlich zuständigen Polizisten zuvor nicht entdeckt hatten. Laut Ministerium hat die Sonderkommission "Eichwald" bislang rund fünf Millionen Megabyte Daten gesichert. Dabei seien bereits 30 000 Fotos und knapp 11 000 Filme mit Kinder- und Jugendpornografie gefunden worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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