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Kundenschwund und Händlersterben: Probleme bei Wochenmärkten

Lübeck  

Kundenschwund und Händlersterben: Probleme bei Wochenmärkten

20.04.2019, 09:02 Uhr | dpa

Kundenschwund und Händlersterben: Probleme bei Wochenmärkten. Wochenmarktbesucher in Kiel

Marktbesucher laufen über Freiflächen auf dem Kieler Exerzierplatz. Foto: Frank Molter (Quelle: dpa)

Für Freunde frischer Lebensmittel aus der Region sind Wochenmärkte kleine Paradiese. Dort gibt es Obst, Gemüse, Eier, Fleisch und Fisch, dazu Blumen und einen kleinen Plausch mit den Händlern. Doch nicht überall boomen die Märkte. Obwohl die Waren auf dem Wochenmarkt oft Bio-Qualität haben, nimmt die Zahl der Stände vielerorts ab, Marktflächen werden verkleinert. "Das Einkaufsverhalten der Bevölkerung hat sich verändert", sagte Max Keldenich vom Pressereferat der Landeshauptstadt Kiel.

So berichten Marktbesucher in der Landeshauptstadt, dass es auf den Märkten auf dem Exerzierplatz und dem Blücherplatz heute deutlich weniger Stände gebe als vor zehn Jahren. Auf einem Teil des Exerzierplatzes dürfe inzwischen auch an Markttagen geparkt werden, berichten sie. Grund ist nach Angaben der Stadt weniger eine mangelnde Nachfrage. "Oft scheiden Händler aus Altersgründen aus und es finden sich keine Nachfolger oder Standbetreiber finden kein Verkaufspersonal", sagte Keldenich.

In Lübeck gibt es elf Wochenmarktstandorte, die aber von Kunden und Händlern unterschiedlich gut angenommen werden. "Die Standorte auf dem Markt in der Altstadt, am Brink im Stadtteil St. Jürgen und auf dem Brolingplatz im Stadtteil St. Lorenz Nord haben die höchste Kundenfrequenz", sagte Stadtsprecherin Nicole Dorel. Um dem Kundenschwund und der Ausdünnung der Stände zu begegnen, werde in der Stadtverwaltung derzeit ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung erarbeitet. "Das soll im Laufe des Jahres den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden", sagte Dorel.

In Eutin im Kreis Ostholstein dagegen läuft der Wochenmarkt nach Angaben von Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt ganzjährig gut. Dort bauen zweimal in der Woche etwa 30 Anbieter ihre Stände auf dem historischen Marktplatz im Stadtzentrum auf. "Der Markt ist ein echter Frequenzbringer und trägt vor allem im Sommer durch die Touristen zur Belebung der Innenstadt bei", sagte Stein-Schmidt. Das Angebot umfasse neben Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch auch lokale Obstbrände, Pflanzen und Kunsthandwerk. "Im Sommer gibt es auch Livemusik und Schaukochen. Der Markt läuft ganzjährig gut und im Sommer noch ein bisschen besser", sagte die Stadtmanagerin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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