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Moorbrand: Bundeswehr-Helikopter gegen Glutnester

Bad Bentheim  

Moorbrand: Bundeswehr-Helikopter gegen Glutnester

23.04.2019, 08:19 Uhr | dpa

Moorbrand: Bundeswehr-Helikopter gegen Glutnester. Moorbrand in Goldenstedt bei Vechta

Ein Moorbrand löst dichte Rauchentwicklung aus. Foto: Reinhard Ahlers/Kreisfeuerwehr Vechta/dpa (Quelle: dpa)

Der am Ostermontag in Goldenstedt bei Vechta ausgebrochene Moorbrand beschäftigt auch weiterhin die Feuerwehr. "Das Schadensgebiet hat eine Ausdehnung von rund 60 Hektar, ist aber nicht in Gänze niedergebrannt", sagte am Dienstagabend ein Sprecher des Landkreises Vechta. Aktuell seien noch rund 250 Rettungskräfte vor Ort im Einsatz. Ihre Arbeit konzentriere sich vor allem auf Glutnester in einem angrenzenden großen Wäldchen. Nachdem am Dienstag ein privater Helikopter mit einem 1000-Liter-Wassersack den zuvor eingesetzten Polizeihubschrauber abgelöst habe, werde am Mittwoch eine Maschine der Bundeswehr die Löscharbeiten unterstützen.

Das Löschen wurde vor allem durch immer wieder auflebende Windböen beeinträchtigt. Die Situation gilt inzwischen als unter Kontrolle - auch dank der Luftbilder, die unter anderem von einer Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr stammen. Zudem erwiesen sich geliehene Quad-Bikes - Motorrad-ähnliche, vierrädrige Gefährte mit dicken Stollenreifen - als vorteilhaft für den Transport von Feuerwehrleuten und ihrem schweren Gerät an die Einsatzorte in dem schwer zugänglichen Gebiet. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Generell bleibt die Gefahr von Waldbränden in Niedersachsen vor allem im Nordosten sehr hoch. In einem Heide- und Moorgebiet in der Nähe von Bad Bentheim hatte es auf einer Fläche von 30 Hektar gebrannt. Zwischenzeitlich halfen Einsatzkräfte aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Am Montagnachmittag konnten die letzten Flammen gelöscht werden, am Dienstag war die Feuerwehr dort aber noch mit Nachlöschen beschäftigt. "Durch den auffrischenden Wind glimmen immer wieder Glutnester auf", sagte Ortsbrandmeister Stefan Reimann von der Feuerwehr Gildehaus. Die Brandursache war zunächst unklar.

Der Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes zeigte am Dienstag gleich an mehreren Stationen die höchste Warnstufe 5 an. Betroffen waren die Lüneburger Heide mit den Stationen Wittingen-Vorhop, Faßberg, Bergen und Celle sowie die waldreiche Göhrde mit Lüchow. Dort wurden auch für Mittwoch und Donnerstag die Stufen 4 beziehungsweise 5 angezeigt.

Für Mittwoch erwartet der Deutsche Wetterdienst einzelne Regenschauer in Niedersachsen und Bremen. Am Donnerstag soll es freundlich bei Höchsttemperaturen bis zu 25 Grad werden. "Die Regenschauer sind nicht flächendeckend und werden zunächst bei der Waldbrandgefahr kaum Entspannung bringen", sagte eine DWD-Meteorologin in Hamburg. "Wichtig wäre ein anhaltender Landregen."

Die Gefahr von Waldbränden ist höher als im Vorjahr. "Wir sind in diesem Frühjahr trockener gestartet als 2018", sagte Landesforstensprecher Mathias Aßmann. Die Waldbrandzentrale in Lüneburg ist seit Anfang März ab Warnstufe 3 besetzt. "Das war seitdem an 17 Tagen der Fall", wie Aßmann sagte. "Insgesamt wurden 43 Brände gemeldet. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 40 Brände." Dabei sei es nicht nur um Waldbrände gegangen.

"Ursache sind die trockenen Pflanzenreste des vergangenen Jahres", erklärte Aßmann. "Das frische Grün kommt erst noch". Wie ein Fön trockne der Wind altes Gras und Blätter und könne auch zu einer raschen Ausbreitung eines Feuers beitragen. Wichtige Faktoren bei der Waldbrandgefahr seien deshalb Wind und Trockenheit, die Temperaturen spielten nur eine nachgeordnete Rolle. Angesichts der Brandgefahr sei es derzeit mehr als fahrlässig, in den Wäldern zu rauchen oder anders mit offenem Feuer zu hantieren, warnte Aßmann. Aus dem Auto geworfene Zigarettenkippen könnten zu Feuern an Böschungen führen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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