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Jeder elfte Arbeitslose ist Ausländer: Langsamer Rückgang

Schwerin  

Jeder elfte Arbeitslose ist Ausländer: Langsamer Rückgang

23.04.2019, 11:38 Uhr | dpa

Jeder elfte Arbeitslose ist Ausländer: Langsamer Rückgang. Harry Glawe (CDU)

Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU), beim Besuch eines Unternehmens. Foto: Jens Büttner/Archivbild (Quelle: dpa)

Ausländer sind in Mecklenburg-Vorpommern deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Einheimische. Ende März hatte jeder elfte Erwerbslose im Nordosten (9,1 Prozent) keinen deutschen Pass, wie aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Ihr Bevölkerungsanteil lag Ende 2018 aber nur bei 4,6 Prozent. Ausländer profitieren trotz zahlreicher Bemühungen der Behörden bislang auch weniger vom allgemeinen Rückgang der Erwerbslosigkeit: Von März 2018 bis März 2019 sank die Zahl der Arbeitslosen im Nordosten insgesamt um 12,4 Prozent. Bei den Ausländern betrug der Rückgang nur 5,4 Prozent.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) appellierte angesichts der Arbeitskräfte-Knappheit an die Wirtschaft, verstärkt auch Ausländer einzustellen. "Um ihren Bedarf an Arbeitskräften zu decken, sollten die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern alle Möglichkeiten zur Besetzung ihrer offenen Stellen nutzen", sagte er am Dienstag in Schwerin. Das Wirtschaftsministerium unterstütze Betriebe und Geflüchtete auf diesem Weg, etwa durch die Finanzierung von landesweit 22 Joblotsen mit insgesamt 2,7 Millionen Euro über zwei Jahre. Sie sollen Flüchtlinge bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, Praktikum oder Ausbildungsplatz individuell unterstützen.

Die berufliche und gesellschaftliche Integration von Geflüchteten sei eine Aufgabe, für die alle Beteiligten Offenheit, Mut und Engagement benötigten, betonte Glawe. Beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern habe am 2. Mai eine Langzeitdokumentation Premiere, für die Regisseur Dieter Schumann Flüchtlinge zwei Jahre lang begleitet habe: ein Paar aus der Ukraine, eine syrische Kurdin und einen Jesiden aus dem Irak. Das Wirtschaftsministerium habe die Dreharbeiten mit 152 600 Euro gefördert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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