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Waldbrandgefahr und trockene Äcker: Böden brauchen Regen

Offenbach am Main  

Waldbrandgefahr und trockene Äcker: Böden brauchen Regen

23.04.2019, 13:01 Uhr | dpa

Waldbrandgefahr und trockene Äcker: Böden brauchen Regen. Waldbrandgefahr

Die Waldbrandgefahr ist für die Jahreszeit hoch, Äcker und Gärten sind sehr trocken. Foto: Christian Pörschmann/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Die Waldbrandgefahr ist für die Jahreszeit hoch, Äcker und Gärten sind sehr trocken. Nach den sonnigen und nahezu sommerlichen Ostertagen ist am Mittwoch wieder mit einzelnen Schauern und Gewittern zu rechnen. Am Donnerstag bekommen Rheinland-Pfalz und das Saarland dann voraussichtlich mehr Regen ab als die meisten anderen Teile Deutschlands, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Dienstag vorhersagte. Ob 2019 so trocken wird wie das Super-Sommer-Jahr 2018 bleibt nach Einschätzung von Fachleuten aber vorerst abzuwarten.

Die Rhein-Schifffahrt ist noch nicht beeinträchtigt, und die Waldbrandgefahr nimmt voraussichtlich am Donnerstag wieder ab. Am Mittwoch erreicht sie allerdings in Bad Kreuznach und Worms voraussichtlich noch Stufe 4 von 5. "Aktuell ist überwiegend von einer mittleren Waldbrandgefahr auszugehen", berichtete das Umweltministerium in Mainz. In den überwiegend naturnahen Mischwäldern seien großflächige Waldbrände nicht zu befürchten. In reinen Nadelbaumwäldern, insbesondere bei Kiefern, sei die Gefahr jedoch erhöht. "Daher müssen die üblichen Vorkehrungen zur Waldbrandverhütung zuverlässig eingehalten werden."

Nach Einschätzung von Axel Berens von der Zentralstelle der Forstverwaltung ist die frühe Waldbrandgefahr aber "nicht dramatisch". Sie werde in den nächsten Wochen wieder abnehmen, "wenn mehr und mehr frisches Grün den Boden beschattet". Derzeit gebe es noch viel "trockene Vorjahresvegetation", daher sei die Gefahr besonders hoch. Wenn es allerdings nicht mehr regen, könne der notwendige Grundwasser-Zuwachs in den nächsten Wochen und Monaten knapp werden.

"Es wird zwei bis drei Stunden mal kräftig pladdern", sagte Meteorologe Helge Tuschy für Donnerstagnachmittag voraus. Regional seien Spitzenniederschläge von bis zu 35 Liter pro Quadratmeter möglich. "Danach wird es schnell wieder trocken." Allerdings stelle sich dann wechselhafteres Wetter ein und die Temperaturen sinken. Am Donnerstag erreichen sie noch einmal Spitzenwerte bis 23 Grad, am Freitag aber nur noch 17 Grad.

Nach Einschätzung von DWD-Agrar-Meteorologe Hans-Helmut Schmitt ist zwischen Februar und April in Rheinland-Pfalz und dem Saarland etwa ein Drittel weniger Niederschlag gefallen als sonst. Starke Sonneneinstrahlung und mitunter kräftiger Wind trockneten die Böden zusätzlich aus. Die Trockenheit mache derzeit vor allem dem im vergangenen Jahr gesäten Raps zu schaffen, der derzeit seine Ertragsanlagen bilde. "Er steht wegen der Trockenheit aber nicht voll im Saft." Die im Frühjahr gesäten Kulturen hätten noch nicht so tiefe Wurzeln und die obersten Bodenschichten seien ausgetrocknet. Dies treffe vor allem Zuckerrüben und Mais. "Wir bräuchten einen länger anhaltenden Regen, aber der ist nicht in Sicht."

Julian Zemke von der Universität Koblenz-Landau hat in Rheinland-Pfalz durchaus einen Rückgang des Grundwasserspiegels ausgemacht. "Es fehlt schon Wasser im System, wie viel ist regional sehr unterschiedlich", sagte der Bodengeograf. Im Gegensatz zum Vorjahr sei diesmal aber der Winter nasser gewesen. Er sei daher "vorsichtig optimistisch, dass 2019 nicht ganz so krass wird wie 2018". Sicher sei das aber noch nicht, es komme auf den Niederschlag der nächsten Wochen und Monate an.

Das Grundwasser bildet sich nach Darstellung des Umweltministeriums hauptsächlich zwischen November und März und war zuletzt "durchschnittlich". Allerdings gebe es dabei regionale Unterschiede. "In den Monaten November 2018 und Februar 2019 blieben die für Rheinland-Pfalz mittleren Niederschlagssummen zum Beispiel weit hinter den langjährigen Mittelwerten zurück."

Auf die Schifffahrt im Rhein habe die Trockenheit noch keine Auswirkungen, hieß es beim Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen. Der Wasserstand sei etwas unter dem Mittelwasser, Schiffe mit 2,40 Meter Tiefe hätten keine Probleme.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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