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Kommission begründet Rückgabeforderung von NS-Raubgut

Magdeburg  

Kommission begründet Rückgabeforderung von NS-Raubgut

23.04.2019, 18:38 Uhr | dpa

Kommission begründet Rückgabeforderung von NS-Raubgut. Ansicht der Karlskirche zu Wien

Das Gemälde "Ansicht der Karlskirche zu Wien" des als Canaletto bekannten italienischen Landschaftsmalers Bernardo Bellotto. Foto: Bundesverwaltungsamt (Quelle: dpa)

Nach jahrelangem Streit um NS-Raubgut soll der Bund zwei Gemälde an die Erben des jüdischen Besitzers zurückgeben. Die beratende Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter hat ihre Ende März verkündete Entscheidung am Dienstag mit der durch die Nazi-Verfolgung "unmittelbar ausgelöste wirtschaftliche Notlage" begründet.

Die Kommission hatte die Rückgabe der im Bundesbesitz befindlichen Werke "Ansicht des Zwingergrabens in Dresden" und "Ansicht der Karlskirche zu Wien" des als Canaletto bekannten italienischen Landschaftsmalers Bernardo Bellotto (1721-1780) an die Erben von Max James Emden empfohlen.

Der Streit dauert seit 15 Jahren an. Emden war ein aus Hamburg stammender Kaufhausmagnat, der während der NS-Herrschaft als Jude verfolgt war und seinen gesamten Besitz verlor.

Die Gemälde waren von einem NS-Kunsthändler angekauft worden. Dabei sei die Zwangslage von Seiten des Kaufinteressenten gezielt ausgenutzt worden. "Die gezielte Vernichtung der wirtschaftlichen Existenzgrundlage" als "Mittel der nationalsozialistischen Rassenpolitik" sei auch im Fall Max Emden angewendet worden. Die Bilder gelangten 1949 über eine Sammelstelle der Alliierten an den Bund und wurden später mit weiteren Kunstwerken Eigentum des Bundes.

Die Anwälte der Familie Emden, Markus Stötzel und Mel Urbach, kommentierten den Beschluss: "Diese Entscheidung gibt den Opfern, die vor dem Terror der Nazis geflohen sind, Anerkennung und Würde zurück." Zuletzt befanden sich das Gemälde "Ansicht der Karlskirche zu Wien" als Leihgabe im Museum Kunstpalast in Düsseldorf und die "Ansicht des Zwingergrabens in Dresden" im Militärhistorischen Museum in Dresden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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