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7. Ausgabe von Kunstfestival "Art an der Grenze" beginnt

Frankfurt (Oder)  

7. Ausgabe von Kunstfestival "Art an der Grenze" beginnt

24.04.2019, 05:38 Uhr | dpa

7. Ausgabe von Kunstfestival "Art an der Grenze" beginnt. Deutsch-polnisches Kunstfestival "Art an der Grenze"

Unweit der Oder ist eine Hauswand mit einem Bild bemalt. Foto: Bernd Settnik/Archivbild (Quelle: dpa)

"Art an der Grenze" heißt es wieder zwei Wochen lang an der Oder: 19 Künstler und Künstlergruppen aus vier Ländern zieht es für die 7. Ausgabe des Festivals ab Donnerstag (25.4.) nach Frankfurt (Oder). Es ist inzwischen fester Bestandteil des städtischen Veranstaltungskalenders und wird von den Stadtoberhäuptern von Frankfurt und Slubice eröffnet.

Die Idee für das Festival stammt von einer früheren Studentin der Frankfurter Europa-Universität Viadrina: Bisher noch recht unbekannte Künstler von beiden Seiten der Oder bekommen in der Großen Scharrnstraße Präsentationsmöglichkeiten, um für zwei Wochen die Studentenmeile zu beleben. Diese war in einer Fußgängerzone mitten in der Frankfurter City entstanden. Die meisten Geschäfte standen leer, auch immer mehr Wohnungsmieter verließen das Viertel.

Die Belebung der Großen Scharrnstraße mit Hilfe von Kunst und Kultur kam an. In den Folgejahren fanden sich für "Art an der Grenze" immer neue Mitstreiter, die bei der Organisation des nächsten Festivals halfen. "Es ist eine tolle Verbindung von studentischem und städtischem Engagement, kulturell spannend. Dabei wird einem bewusst, dass die Grenze eine riesige Chance und Bereicherung für die Region ist", sagte Uni-Vizepräsidentin Janine Nuyken.

Der Frankfurter Verein Kunstgriff hat inzwischen die Trägerschaft für "Art an der Grenze" übernommen. "Wir versuchen über Kunst und Kultur Menschen zusammen zu bringen, von Uni und Stadt, Frankfurt und Slubice", erzählte Vereinsmitglied Daniel Fochtmann, der seit 2016 dabei ist. Inzwischen gebe es ein breites Publikum: Nicht nur Nachbarn kämen zu den Ausstellungen, Diskussionsrunden und Filmabenden, sondern auch Kunstinteressierte aus ganz Frankfurt, Slubice und dem Umland. Das Festival hat seinen festen Veranstaltungsraum in der Fußgängerzone, die geprägt ist von einer einmaligen Dichte von DDR-Kunst im öffentlichen Raum.

Immerhin 18 Künstler hatten beim Bau der Straße Ende der 1980-er Jahre Reliefs, Skulpturen und Wandgemälde beigesteuert. Führungen zu dieser Thematik erfreuen sich bei "Art an der Grenze" einer großen Resonanz. Diesmal steht die "Kunst im öffentlichen Raum" am 28. April auf dem Programm. Zu sehen und zu erleben sind bis zum 10. Mai Malerei, Skulptur, Street Art, Fotografie und Lyrik. Ergänzt wird das Programm durch Workshops zu Freilichtmalerei oder Zufallstechniken sowie einen Graffiti-Contest, Diskussionsrunden, Kneipenquiz und Leseabende.

Für fünf deutsche und polnische Künstler begann das Festival bereits am Karfreitag: Sie arbeiten gemeinsam an einem großen Wandgemälde in der Kleinen Oderstraße, das künftig vom Grenzübergang Stadtbrücke aus zu sehen sein wird. Die Idee dazu war bei "Art an der Grenze" im vergangenen Jahr entstanden.

Eine wichtige Erfahrung der Festival-Organisatoren: "In die ehemaligen Ladengeschäfte zu kommen, ist für manchen einfacher, als in eine Kunstgalerie. Wir bauen da Berührungsängste ab", sagte Fochtmann. Auch die räumliche Nähe zur Universität und zum Grenzübergang Stadtbrücke sei ein Grund dafür, das Festival an seinem Ursprungsort zu belassen. "Wir wollten immer ein Zentrum haben, einen pulsierenden Kern. Deshalb beginnen und enden unsere Veranstaltungen in der Großen Scharrnstraße", erläuterte er.

Wie lange es "Art an der Grenze" noch geben wird, vermag seiner Ansicht nach heute niemand zu sagen. "Das steht und fällt immer mit den Leuten, die das Festival organisieren", sagte Fochtmann, der stolz darauf ist, dass zum sogenannten "Org-Team" inzwischen immer mehr Frankfurter gehören, darunter auch Senioren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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