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Hilferuf wegen Trockenheit: Straßenbäume gießen

Berlin  

Hilferuf wegen Trockenheit: Straßenbäume gießen

24.04.2019, 11:48 Uhr | dpa

Hilferuf wegen Trockenheit: Straßenbäume gießen. Baum in Berlin

Ein Baum blüht vor dem Berliner Fernsehturm. Foto: Christoph Soeder/Archiv (Quelle: dpa)

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg seine Bürger aufgerufen, beim Gießen von Straßenbäumen und jungem Grün mitzuhelfen. Das Grünflächenamt allein schaffe das mit seinen personellen Möglichkeiten nicht, sagte Baustadtrat Florian Schmidt am Mittwoch. "Besonders viel Wasser brauchen die neu gepflanzten Bäume und andere Pflanzen am Straßenrand", ergänzte er. Eine zweite Trockenperiode nach dem Sommer 2018 überstünden weder junge Pflanzen noch der Altbestand gut.

Falls möglich solle ein Baum zur Zeit mindestens zwei bis drei Eimer Wasser pro Tag bekommen. Im Bezirk stünden rund 42 000 Bäume. In Berlin hat es im April bisher kaum geregnet. Oft fielen nicht mehr als ein bis zwei Liter pro Quadratmeter, manchmal sogar weniger. Normal für den April sind nach Angaben von Meteorologen der Freien Universität rund 42 Liter pro Quadratmeter.

Die Trockenheit macht derzeit vor allem Pflanzen mit flachen Wurzeln zu schaffen, wie Experte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung am Mittwoch sagte. "Probleme haben jetzt Pflanzen wie Stauden und Gräser, deren Wurzeln nur bis zu zehn Zentimeter Tiefe reichen." Der Wind sorge aktuell für eine verstärkte Austrocknung oberer Bodenschichten. Entspannter sei die Lage noch bei älteren Bäumen und Sträuchern mit stark ausgeprägten Wurzeln, weil sie damit an Wasser aus tieferen Bodenschichten gelangen könnten.

Dass nun in Einzelfällen immergrüne Gehölze wie Thujen und Eiben braun geworden und eingegangen seien, hält Ehlert für eine Folge des Dürresommers 2018. Angesichts der ebenfalls relativ trockenen Wintermonate hätten es manche dieser Bäume nicht geschafft, ausreichend Nährstoffe in die Nadeln zu schieben.

Sorgen um die Spree müssen sich die Berliner dem Experten zufolge aber bislang noch nicht machen - es gebe anders als im Spätsommer 2018 noch ausreichend Wasser. Damals hatten Sachsen und Brandenburg Reserven etwa aus Talsperren eingespeist. Andernfalls hätte es zur Einstellung der Spree-Schifffahrt kommen können.

Bleibe es so trocken, könne es jedoch schon Ende Mai auch für die Spree kritisch werden, sagte Ehlert: Im Vergleich zu 2018 herrsche nun bereits einige Wochen früher im Jahr eine vergleichbare Wetterlage. Im Vorjahr habe die Natur allerdings noch einige Zeit von einem großen Wasserpuffer aus dem nassen Sommer 2017 profitieren können. Vergleichbare Reserven stünden aktuell nicht zur Verfügung.

"Wenn das so weitergeht, wird es bedenklich", hatte auch Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin, Ende vergangener Woche gesagt. Noch gleiche der viel zu feuchte März fehlende Niederschläge aus. Halte die Trockenheit aber auch im Mai und noch länger an, könne die Natur Probleme bekommen wie im vergangenen Jahrhundertsommer. Für starken Regen im April sah Dümmel schwarz. "Da kommt nicht mehr viel."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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