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Hamburger Wirtschaft: Fachkräfte-Mangel wird größtes Problem

Hamburg  

Hamburger Wirtschaft: Fachkräfte-Mangel wird größtes Problem

24.04.2019, 13:48 Uhr | dpa

Hamburger Wirtschaft: Fachkräfte-Mangel wird größtes Problem. Fachkräftemangel

Demonstranten halten ein Plakat mit der Aufschrift "Fachkräftemangel". Foto: Peter Steffen/Archiv (Quelle: dpa)

Der Mangel an Fachkräften bei Industrie, Handel und Dienstleistungen ist schon heute das größte Problem der Hamburger Wirtschaft und wird sich bis 2030 weiter verschärfen. Bis dahin werde sich der Engpass von aktuell 58 000 auf 77 000 fehlende Fachkräfte erhöhen. "Die Generation der Baby-Boomer geht in Rente; Azubis und Studenten können das nicht durch ihren Eintritt in den Arbeitsmarkt ausgleichen", sagte Sandra Hofmann vom Darmstädter Forschungsinstitut WifoR am Mittwoch bei der Vorstellung einer Analyse im Auftrag der Handelskammer Hamburg. Um den Mangel zu bekämpfen, nannte Hofmann vier Maßnahmen: Digitalisierung, eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, die längere Teilnahme am Arbeitsmarkt und Zuwanderung.

Stark betroffen ist zum Beispiel das Hotel- und Gaststättengewerbe, wo mehr als 4000 Arbeitnehmer fehlen. Jeder zehnte Arbeitsplatz ist nicht besetzt, bis 2030 wird es jeder achte sein. "Wir können manche Veranstaltung nicht annehmen", sagte Niklaus Kaiser, der im Hamburger Fachverband Dehoga für das Hotelgewerbe spricht. Bei den Auszubildenden hätten mittlerweile rund 60 Prozent einen Migrationshintergrund, viele seien Flüchtlinge. Insbesondere die sprachlichen Defizite seien schwierig auszugleichen. Die Branche bemühe sich, möglichst viele der ausgebildeten Fachkräfte im Beruf zu halten, auch über den Renteneintritt hinaus.

Die aktuelle Lage der Hamburger Wirtschaft ist nach den Daten der jüngsten Konjunkturumfrage der Handelskammer stabil und damit relativ gut. Der Indikator für das Geschäftsklima liege bei knapp 114 Punkten und damit um etwa neun Punkte besser als im langfristigen Mittel.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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