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Merle Nethe gewinnt Präventionswettbewerb gegen Komasaufen

Schwerin  

Merle Nethe gewinnt Präventionswettbewerb gegen Komasaufen

25.04.2019, 15:45 Uhr | dpa

Merle Nethe gewinnt Präventionswettbewerb gegen Komasaufen. Komasaufen

Ein Jugendlicher sitzt hinter Flaschen mit Alkohol. Foto: Jens Büttner/Archiv (Quelle: dpa)

Die 15-jährige Merle Nethe aus Sellin auf Rügen hat den landesweiten Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen "bunt statt blau" gewonnen. Die Schülerin der Christophorusschule setzte sich mit ihrem Entwurf gegen etwa 9000 Konkurrenten durch, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Schwerin mitteilte. "Mit meinem Bild möchte ich darstellen, wie stark der innere Kampf sein kann, zwischen der Entscheidung dem Alkohol zu verfallen oder das Leben mit bunten und freundlichen Dingen zu füllen", erklärte Nethe.

Der zweite Platz ging an Henrike Wilcke, die ebenfalls die Christophorusschule besucht und dort in die neunte Klasse geht. Die 17-jährige Elisa Bööck aus Rubow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) belegte den dritten Rang. Der Wettbewerb fand zum zehnten Mal statt. Er wird von der Krankenkasse DAK-Gesundheit und dem Sozialministerium veranstaltet, um deutlich zu machen, wie gefährlich Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist.

Wie einer Studie der DAK hervorgeht, wurden 2017 im Nordosten 473 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren volltrunken in eine Klinik gebracht. Das seien 22,5 Prozent mehr gewesen als im Jahr zuvor. Die Zahl der Zehn- bis 14-Jährigen unter den Rauschtrinkern wuchs demnach im Vorjahresvergleich sogar um fast 50 Prozent auf 119.

Dies mache deutlich, wie wichtig Suchtprävention weiterhin sei, betonte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). Es gehe vor allem auch darum, diejenigen zu stärken, die "Nein" zum Komasaufen sagten und sich damit dem Gruppendruck widersetzten. Bundesweit sank die Zahl der Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten, laut DAK um 2,6 Prozent auf rund 22 000.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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