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Polizei öffnet Geldautomat mit Wasserstrahlschneider

Mainz  

Polizei öffnet Geldautomat mit Wasserstrahlschneider

25.04.2019, 17:26 Uhr | dpa

Spezialkräfte öffnen in einer nach Polizeiangaben in Deutschland einmaligen Aktion mit einem Wasserstrahlschneidegerät einen Tresor in einem explodierten Geldautomaten. Professionelle Täter hatten am Ostersamstag vergeblich versucht, das Gerät in Mainz-Mombach aufzusprengen und an das Geld zu kommen, wie Polizeisprecher Alexander Koch am Donnerstag berichtete. Der Automat wurde aber schwer beschädigt und enthalte höchstwahrscheinlich noch Reste eines explosiven Festsprengstoffs, an die nur sehr schwer heranzukommen sei.

Weder mit einem Teleskop, noch mit einem Endoskop oder mit Ultraschall sei dies bislang gelungen. "Im bundesweiten Austausch und mit Kollegen in Holland haben wir keinen gefunden, der das auch schon mal hatte", sagte Koch. Mit sehr hohem Wasserdruck sollen jetzt fünf Löcher in den Automaten gebohrt und dieser so geöffnet werden. Das könne pro Loch zwischen zehn Sekunden und einer Stunde dauern. Der Geldautomat wird seit dem gescheiterten Sprengversuch von einem Sicherheitsdienst bewacht.

Rund 378 Mainzer in einem Radius von rund 100 Metern müssen am Sonntag vorsichtshalber ihre Wohnungen verlassen. Betroffen seien 56 Anwesen. Zudem wird in drei Häusern um den Geldautomaten vorsichtshalber der Strom abgestellt. Mit Hilfe des vom Kampfmittelräumdienst in Baden-Württemberg geliehenen Geräts soll ab etwa 11.00 Uhr der Tresor geöffnet werden. Die Spezialkräfte stammen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Die Anwohner sollen bis 9.00 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben. Sie können vorübergehend in einer Halle unterkommen. Spätestens am Nachmittag gegen 16 Uhr werde entschieden, wie es weitergehe, sagte Koch.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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