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Anna Sorokin als Hochstaplerin schuldig gesprochen

Eschweiler  

Anna Sorokin als Hochstaplerin schuldig gesprochen

26.04.2019, 09:26 Uhr | dpa

Anna Sorokin als Hochstaplerin schuldig gesprochen. Anna Sorokin sitzt im Gerichtssaal

Anna Sorokin, mutmaßliche Hochstaplerin aus Deutschland, sitzt in einem Gerichtssaal während die Jury sich berät. Foto: Richard Drew/AP (Quelle: dpa)

Ein New Yorker Gericht hat die Hochstaplerin Anna Sorokin des Betrugs schuldig gesprochen. Es sei erwiesen, dass sich die 28-Jährige aus Eschweiler bei Aachen unter dem Namen Anna Delvey Leistungen im Wert von mehr als 200 000 Dollar (rund 180 000 Euro) erschlichen habe, teilte Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Zudem habe sie versucht, mit weiteren Betrügereien Millionenbeträge zu ergaunern. Das Strafmaß soll am 9. Mai verkündet werden. Sorokin drohen laut "New York Times" 15 Jahre Haft.

Der Fall hatte über Wochen international Aufsehen erregt. Die in Russland geborene Sorokin war im Alter von 16 Jahren nach Deutschland gezogen und in Eschweiler zur Schule gegangen. Mit immer neuen Lügen und Ausflüchten soll sie sich als falsche Millionenerbin in der New Yorker High Society Geld für Restaurantbesuche, Geschenke und Hotelübernachtungen erschlichen haben.

Bezirksstaatsanwalt Vance dankte den Ermittlern und der Jury, die dazu beigetragen hätten, dass Sorokin nun "für ihre zahlreichen Diebstähle und Lügen" zur Rechenschaft gezogen werde. Neben einer Haftstrafe droht der Verurteilten die Abschiebung nach Deutschland - ihr 90-tägiges Besuchervisum in den USA ist schon lange abgelaufen.

Während des Prozesses hatte Verteidiger Todd Sprodek von Anfang an eine aggressive Strategie verfolgt. Er hatte argumentiert, Sorokin habe das Geld stets zurückzahlen wollen. Zum Ende der Verhandlung hatte Sprodek erklärt, dass Sorokin letztlich nur so vorgegangen sei, wie einst von Frank Sinatra im Lied "New York, New York" besungen. "Sinatra hat in New York einen brandneuen Start hingelegt, genauso wie Miss Sorokin", sagte Sprodek laut "New York Post".

Berichten zufolge will nun nicht nur der Streamingdienst Netflix Sorokins Schicksal verfilmen. Ein Opfer der Hochstaplerin, die ehemalige "Vanity Fair"-Fotoredakteurin Rachel Williams, verkaufte ihre Geschichte nach eigener Aussage an den Buchverlag Simon & Schuster und an den Sender HBO.

Vor Gericht fand Sorokins Kleiderwahl besondere Beachtung. Über Wochen hatten Medien über die stets eleganten Outfits der Angeklagten diskutiert. Am letzten Verhandlungstag trug sie ein kurzes Kleid - laut "New York Times" in "jungfräulichem Weiß", das eher für eine "Kommunionfeier als für einen Gerichtssaal" geeignet gewesen sei. Die Mode-Kritikerin des Blattes, Vanessa Friedman, mutmaßte nun auf Grundlage von Sorokins Kleiderwahl, die Hochstaplerin könne ihren Schuldspruch erahnt haben. Am Donnerstag war sie im schwarzen Minikleid vor Gericht erschienen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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