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Rückkehr für jesidische IS-Opfer wird erleichtert

Erbil  

Rückkehr für jesidische IS-Opfer wird erleichtert

26.04.2019, 13:41 Uhr | dpa

Rückkehr für jesidische IS-Opfer wird erleichtert. Theresa Schopper

Theresa Schopper (Die Grünen) spricht im Gebäude der Landespressekonferenz. Foto: Lino Mirgeler/Archivbild (Quelle: dpa)

Vom IS verschleppte Jesidinnen und ihre in Gefangenschaft geborenen Kinder sollen leichter in den Irak zurückkehren können. Der Hohe Jesidische Geistliche Rat teilte mit, dass alle befreiten Menschen aufgenommen würden, die traumatisiert und gewaltsam zu bestimmten Handlungen gezwungen wurden. Zuerst hatten die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung" (Freitag) darüber berichtet. Baden-Württemberg hat seit 2015 etwa 1000 Frauen und Kinder aufgenommen, die in Gefangenschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) waren.

Die Dschihadisten hatten im August 2014 bei ihrem Feldzug im Nordirak mehr als 10 000 Jesiden im Sindschar-Gebirge eingekesselt. Tausende Frauen und Kinder der religiösen Minderheit wurden gefangen genommen und versklavt, Tausende Männer getötet. Eine Rückkehr vor allem von Jesidinnen und ihren nach Vergewaltigungen geborenen Kindern von IS-Kämpfern war bislang schwierig, weil Ehe und Geburt außerhalb der Religionsgemeinschaft nicht akzeptiert sind.

Es sei wichtig, dass die Frauen in ihren Familien wieder aufgenommen würden und in ihrer Glaubensgemeinschaft bleiben könnten, sagte Baden-Württembergs Staatsministerin Theresa Schopper (Grüne) den beiden Stuttgarter Zeitungen. Der Vorsitzende der internationalen jesidischen Organisation Yazda, Murad Ismael, betonte, dass die Erklärung ein großes Zugeständnis sei. Allerdings könne es Jahre dauern, bis die Frauen und Kinder in der Gemeinschaft wieder integriert seien.

Seit der Verschleppung der Frauen sind nach offiziellen Angaben 3425 Menschen aus der Hand des IS befreit worden. Das Schicksal von knapp 3000 Frauen ist noch unklar. Nach Schätzungen sollen etwa 200 Kinder in Gefangenschaft geboren sein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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