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Opfer-Angehörige gedenken der Zuchthaus-Häftlinge

Brandenburg an der Havel  

Opfer-Angehörige gedenken der Zuchthaus-Häftlinge

28.04.2019, 16:18 Uhr | dpa

Zum 74. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des Zuchthauses Brandenburg-Görden haben Politiker und Opfer-Angehörige der Inhaftierten in der einstigen nationalsozialistischen Hinrichtungsstätte gedacht. Bei der Veranstaltung am Sonntag in Brandenburg stand das Schicksal von mindestens 80 Norwegern im Blickpunkt, die aufgrund ihres Widerstandes gegen die deutsche Besatzung Norwegens als politische Gefangene im Zuchthaus saßen. Drei Norweger wurden in Brandenburg hingerichtet, drei weitere starben während ihrer Haft.

Martin Blindheim, der Sohn eines der damals inhaftierten Norweger, sagte, sein Vater sei als Widerstandskämpfer zum Tode verurteilt und im April 1945 aus der Todeszelle befreit worden. "Es ist weiterhin wichtig, dass wir uns daran erinnern. Immer noch finden Kriege statt, weiterhin herrschen Diktatoren, und weiterhin gehen Menschen in Gefangenenlagern zugrunde." Blindheim habe die Gedenkveranstaltung als sehr würdevoll bezeichnet, sagte eine Mitarbeiterin der Gedenkstätte der Deutschen Presse-Agentur.

Im Zuchthaus Brandenburg-Görden änderte sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 der Charakter des Strafvollzugs. Die Strafanstalt füllte sich mit politischen Gegnern, rassisch Verfolgten und zu langjährigen Haftstrafen verurteilten Kriminellen. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs kamen auch Männer aus den von Nazi-Deutschland überfallenen Ländern in Haft - zum Beispiel aus Norwegen. Ab 1940 befand sich im Zuchthaus eine der zentralen Hinrichtungsstätten der NS-Justiz. Mehr als 2000 Menschen wurden hier hingerichtet. Am 27. April 1945 befreiten Einheiten der Roten Armee die Gefangenen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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