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Nazarov genießt Glücksgefühl nach "schwerem Jahr" in Aue

Aue  

Nazarov genießt Glücksgefühl nach "schwerem Jahr" in Aue

29.04.2019, 11:29 Uhr | dpa

Nazarov genießt Glücksgefühl nach "schwerem Jahr" in Aue. Erzgebirge Aue gegen VfL Bochum

Aues Dimitrij Nazarov trifft per Elfmeter zum 3:2 Endstand. Foto: Sebastian Kahnert/Archivbild (Quelle: dpa)

Selten war Dimitrij Nazarov in dieser Saison so gefragt wie nach seinem Elfmeter-Tor in der Nachspielzeit gegen den VfL Bochum. Der Stürmer von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue konnte nämlich bei seinen vielen Kurzeinsätzen zuvor kaum entscheidende Akzente setzen und war deshalb meist wortlos in der Kabine verschwunden. Nach dem 3:2-Sieg gegen den VfL Bochum bot sich ein anderes Bild: Nazarov war auf einmal ein gefragter Interviewpartner.

"Es ist mein drittes Jahr in Aue und ich habe hier bisher jeden Elfmeter genommen, wenn ich auf dem Platz stand. Das war diese Saison nur selten der Fall", spielte Nazarov zugleich auf seine persönliche Situation an: "In letzter Zeit war viel Regen und Schnee bei mir, jetzt strahlt mal wieder die Sonne. Darauf kann ich aufbauen, denn ich habe immer an meine Fähigkeiten geglaubt", sprach Nazarov von einem "wahnsinnig schweren Jahr", das hinter ihm liegt.

Der Nationalspieler Aserbaidschans hatte nach 30 Startelf-Einsätzen für die Sachsen in der Saison 2017/18 unter Trainer Daniel Meyer seinen Stammplatz verloren. In der laufenden Spielzeit durfte er nur drei Mal von Beginn an auflaufen, in 18 Partien wurde er eingewechselt. "Jeder weiß, wie ich mich fühle. Aber ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte. Denn der Sieg war unglaublich wichtig. Wir haben jetzt alles in der eigenen Hand", ist Nazarov vom Klassenerhalt der "Veilchen" angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz bei noch drei ausstehenden Spielen fest überzeugt.

Genauso entschlossen positionierte sich der Angreifer zu seiner Zukunft. In den vergangenen Wochen waren Wechselgerüchte kursiert, unter anderem wurde Nazarov mit dem italienischen Zweitligisten Delfino Pescara in Verbindung gebracht. "Aufgrund meiner Einsätze in der Nationalmannschaft gibt es diverse Anfragen. Aber ihr wisst, dass ich noch zwei Jahre Vertrag beim FC Erzgebirge habe und ich mich hier wohl fühle", erklärte Nazarov den Journalisten.

"Ich hatte 2017 vorzeitig verlängert, um in Aue etwas aufzubauen. Obwohl das Jahr nicht einfach für mich war, können die Aue-Fans weiter auf mich zählen - der Verein liegt mir einfach am Herzen. Im Fußball geht’s ganz schnell nach oben oder ganz schnell unten - das ist ja das Geile an dem Geschäft", wollte Nazarov sein Erfolgserlebnis nach dem Bochum-Spiel genießen. "Aber ich bin so klar im Kopf, dass ich ab Montag wieder hart arbeite. Am Sonntag wartet in Regensburg nämlich die nächste sehr schwere Aufgabe auf uns."

Ob Nazarov in den verbleibenden Spielen mehr Einsatzzeiten bekommt, ließ sein Trainer offen. Meyer fand dennoch lobende Worte für seinen Schützling: "Die Gesamtsituation ist für Dima nicht einfach, weil er aufgrund der Konkurrenzsituation hinten anstehen muss und das nicht gewohnt ist. Trotzdem hat er gut und konzentriert gearbeitet. Es ist wichtig für ihn, auch mal wieder im Mittelpunkt zu stehen und die Aufmerksamkeit zu genießen. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns", betonte Meyer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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