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Europaweiter Online-Handel mit Designer-Drogen: Anklage

Koblenz  

Europaweiter Online-Handel mit Designer-Drogen: Anklage

29.04.2019, 13:53 Uhr | dpa

Europaweiter Online-Handel mit Designer-Drogen: Anklage. Ein Laptop

Eine Person zeigt auf den Bildschirm eines Laptops. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild (Quelle: dpa)

Nur ein paar Mausklicks - und schon kommt das Rauschgift bequem per Post: Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat acht mutmaßliche Dealer wegen europaweiten Online-Handels mit Designer-Drogen angeklagt. Die fünf Männer und drei Frauen im Alter von 29 bis 59 Jahren aus dem Kreis Altenkirchen sowie aus Duisburg und Oberhausen sollen verbotene psychoaktive Substanzen in großem Stil verkauft haben. Mit rund 2600 Kunden erwirtschafteten sie nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft vom Montag von 2014 bis 2017 mit acht Online-Shops im offen zugänglichen Internet einen Umsatz von mehr als drei Millionen Euro. Andere Drogengeschäfte werden oft über das abgeschottete sogenannte Darknet abgewickelt.

Ein Angeschuldigter schweigt den Angaben zufolge. Die anderen sieben Männer und Frauen hätten die Vorwürfe im Wesentlichen gestanden. Vier der Angeschuldigten hätten zeitweilig in Untersuchungshaft gesessen. Gegen weitere sechs Verdächtige seien die Ermittlungen mangels Beweisen eingestellt worden.

Das Netzwerk war Ende 2017 bei einer Razzia mit 139 Polizisten zerschlagen worden. In den zwölf durchsuchten Objekten stellten die Ermittler verbotene psychoaktive Substanzen sowie Computer, Handys und Datenträger sicher. Beschlagnahmt wurde Vermögen in Höhe von rund zwei Millionen Euro - auch in Form von Grundstücken, teils teuren Autos, Bargeld und Bankkonten.

Die konfiszierten Substanzen trugen laut Generalstaatsanwaltschaft mehrere hundert verschiedene Produktbezeichnungen. Sie waren bereits in Päckchen mit einem bis drei Gramm verkaufsfertig verpackt. Die Angeschuldigten sollen die Verkaufsorganisation von der technischen Betreuung der Online-Shops über die Einrichtung von Bezahlkonten im In- und Ausland bis zum Drogenversand unter sich aufgeteilt haben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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