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Tschentscher: Europa trägt Verantwortung für Pressefreiheit

Hamburg  

Tschentscher: Europa trägt Verantwortung für Pressefreiheit

02.05.2019, 18:36 Uhr | dpa

Tschentscher: Europa trägt Verantwortung für Pressefreiheit. Peter Tschentscher

Peter Tschentscher: Europa trägt Verantwortung für Pressefreiheit. Foto: Axel Heimken (Quelle: dpa)

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat beim Hamburger Mediendialog die Pressefreiheit als ein hohes Gut gewürdigt. Anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit an diesem Freitag forderte der SPD-Politiker, den Wert freier journalistischer Berichterstattung in der alltäglichen politischen und wirtschaftlichen Praxis ernst zu nehmen. "Angriffe auf Journalisten, politische Einflussnahme auf öffentlich-rechtliche Medien bis hin zu den immer noch nicht vollständig aufgeklärten Morden in Malta und der Slowakei sind Warnsignale, die wir nicht kommentarlos hinnehmen dürfen", sagte Tschentscher am Donnerstagabend.

Mit diesen Worten erinnerte er an die auf Malta ermordete, regierungskritische Bloggerin Daphne Caruana Galizia, die am 16. Oktober 2017 starb, als ihr Auto in die Luft gesprengt wurde. Der Journalist Jan Kuciak und seine Verlobte waren am 21. Februar 2018 in ihrem Haus im westslowakischen Dorf Velka Maca erschossen worden. Kuciak hatte über die Verfilzung von Politik und Geschäftemacherei recherchiert.

Zum Mediendialog unter dem Motto "Freie Kommunikation in Europa" waren rund 300 Führungskräfte der Medien- und Kommunikationsbranche eingeladen. Der Bürgermeister ging auch auf die Digitalisierung ein. "Der Digitalisierungsprozess ist in den USA marktgetrieben, in China staatsgetrieben", hielt Tschentscher fest. Europa brauche einen eigenen Weg, der "Innovation und digitalen Wandel stärker auch aus gesellschaftlichen Erwägungen heraus gestaltet und an das Gemeinwohl bindet". Der Präsident des Verlagshauses Condé Nast International ("Vanity Fair"), Wolfgang Blau, plädierte dafür, in Europa die Entwicklung eines maschinellen Übersetzungstools zu fördern, um Sprachbarrieren im Netz zu überwinden.

In Europa gebe es eine vielfältige, unabhängige Medienlandschaft, die weltweit einzigartig sei, führte Tschentscher aus. "Daraus ergibt sich aber auch eine besondere Verantwortung." Viele Regierungen weltweit beobachteten genau, wie es hier gelinge, die Rahmenbedingungen für eine demokratische Gesellschaft zu sichern. Wenn es gelinge, einen noch diskutierenden, neuen Medienstaatsvertrag zwischen den 16 Bundesländern zu vereinbaren, wäre Deutschland dem Ziel einen großen Schritt näher gekommen, eine umfassende ordnungsrechtliche Grundlage für eine moderne Medienwelt zu schaffen, resümierte der Bürgermeister.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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